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Ratgeber

Rutsch­feste Dusch­matte für Senioren: Auswahl, Pflege, Grenzen

Von der Pflege­kompass-Redaktion
Aktu­a­li­siert am 18.10.2026

Eine rutschfeste Duschmatte mit Saugnäpfen senkt die Rutschgefahr auf glatten Dusch- und Wannenböden. Sie ist kein Hilfsmittel der Krankenkasse und kein Pflegehilfsmittel; Sie kaufen sie selbst. Einen rutschhemmenden Bodenbelag kann die Pflegekasse dagegen als Teil eines Umbaus bezuschussen, mit bis zu 4.180 Euro je Maßnahme ab Pflegegrad 1 (Stand: 18.10.2026).

Nasse Fliesen, Seifenreste und ein glatter Wannenboden: Im Bad rutscht man leicht aus. Eine Matte ist ein einfacher erster Schritt, aber nicht immer der beste. Welche Lösungen es fürs Bad insgesamt gibt, lesen Sie im Bereich Barrierefrei wohnen.

Hilft eine rutschfeste Duschmatte gegen Ausrutschen?

Ja, auf glatten Böden. Die Saugnäpfe auf der Unterseite halten die Matte am Wannen- oder Duschboden, die Oberfläche gibt den Füßen mehr Halt als nasse Emaille oder glatte Keramik. Das ersetzt aber nicht den Halt für die Hände.

Auf strukturierten oder bereits rutschhemmenden Fliesen halten Saugnäpfe oft schlecht. Dort kann eine Matte sogar verrutschen und zur Stolperfalle werden. Prüfen Sie deshalb immer, ob die Matte auf Ihrem Boden fest sitzt.

Wie viel gibt die Pflegekasse zum Umbau dazu?

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Zahlt die Kasse eine Duschmatte?

In der Regel nein. Duschmatten stehen nicht unter den Bade- und Duschhilfen der Produktgruppe 04 im Hilfsmittelverzeichnis; dort finden sich etwa Badewannenlifter, Duschhocker, Duschstühle sowie mobile Badewannengriffe und Stützgriffe für Waschbecken und Toilette. Das Verzeichnis zählt Bade- und Duschmatten sogar ausdrücklich zu den allgemeinen Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens, und diese sind von der Versorgung durch die Krankenkasse ausgeschlossen (§ 33 Abs. 1 SGB V). Das gilt für jede Rutschmatte in der Dusche, gleich welches Material oder welche Größe. Auch unter den Pflegehilfsmitteln der Pflegekasse ist die Matte nicht aufgeführt; die Liste finden Sie unter Pflegehilfsmittel-Liste.

Anders ist es beim Boden selbst. Einen rutschhemmenden Bodenbelag im Bad kann die Pflegekasse mit Pflegegrad als wohnumfeldverbessernde Maßnahme bezuschussen; die BARMER nennt ihn ausdrücklich. Er gehört dann mit den anderen Umbauten in einen Antrag. Mehr dazu im Ratgeber Badumbau-Zuschuss der Pflegekasse.

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

Eine gute Duschmatte liegt flach, sitzt fest und lässt sich leicht sauber halten. Diese Checkliste hilft:

  • Saugnäpfe: viele und gleichmäßig verteilt, damit die Matte nicht an den Rändern hochkommt
  • Größe: passend zur Wanne oder Duschfläche, ohne über den Abfluss zu ragen oder sich in Ecken zu wölben
  • Ablauf: Löcher oder Rillen, durch die Wasser abfließt
  • Oberfläche: angenehm für nackte Füße, griffig, ohne harte Kanten
  • Material: frei von starkem Geruch, für feuchte Räume geeignet; Hinweise des Herstellers zur Reinigung beachten
  • Farbe: gut sichtbar gegenüber dem Boden, damit die Kante erkennbar ist

Legen Sie die Matte auf den sauberen, trockenen Boden und drücken Sie die Saugnäpfe fest an. Prüfen Sie vor dem Duschen mit dem Fuß, ob sie verrutscht.

Wie pflegen Sie die Duschmatte richtig?

Nach dem Duschen hängen Sie die Matte zum Trocknen auf oder lassen sie gut abtropfen. Unter einer dauerhaft feuchten Matte können sich Beläge und Schimmel bilden, die auch den Wannenboden glatt machen. Reinigen Sie Matte und Boden regelmäßig nach Herstellerangabe.

Ersetzen Sie die Matte, wenn die Saugnäpfe nicht mehr halten, das Material hart oder rissig wird oder sich Verfärbungen nicht mehr entfernen lassen.

Was ist bei der rutschfesten Badematte vor der Dusche wichtig?

Vor der Dusche ist die Gefahr eine andere: Man steigt mit nassen Füßen auf den Fliesenboden. Eine Badematte sollte deshalb eine rutschfeste Unterseite haben und flach aufliegen, ohne hochgebogene Ecken. Dicke, weiche Teppiche und lose Vorleger sind Stolperfallen, besonders mit Rollator.

Wählen Sie eine Matte, die schnell trocknet, und legen Sie sie so, dass die Tür darüber aufgeht. Wer einen Rollator nutzt, verzichtet besser ganz auf einen Vorleger und trocknet die Füße im Sitzen ab.

Welche Alternativen gibt es?

Eine Matte ist eine einfache Lösung. Je nach Lage gibt es bessere oder ergänzende Wege:

  • Rutschhemmende Fliesen oder Beschichtung: dauerhaft, ohne Saugnäpfe; als Teil eines Umbaus über die Pflegekasse möglich
  • Antirutsch-Streifen zum Aufkleben: auf glatten Wannenböden eine Alternative zur Matte
  • Haltegriff an der Wand: Halt für die Hände, wo sich die Person abstützt; handelsübliche Duschhaltegriffe zählen wie Matten zu den Gebrauchsgegenständen, fest eingebaut können sie Teil eines Umbaus sein. Mehr im Ratgeber Haltegriff Dusche für Senioren
  • Duschhocker oder Duschstuhl: im Sitzen duschen, ohne lange zu stehen; Hilfsmittel der Krankenkasse, siehe Duschhocker für Senioren
  • Bodengleiche Dusche: kein Steigen über Wannenrand oder Kante; mit Zuschuss der Pflegekasse, Planung im Ratgeber Barrierefreies Bad

Welche Hilfsmittel die Kasse übernimmt, steht im Bereich Hilfsmittel; Angebote für einen Umbau vermittelt die Expertensuche Badumbau.

Wann eine Matte nicht reicht

Eine Matte hilft gegen Ausrutschen auf glattem Boden, aber nicht gegen Schwindel, Kraftlosigkeit oder Unsicherheit beim Stehen. Wer schon einmal im Bad gestürzt ist oder sich beim Duschen festhalten muss, braucht mehr: Halt an der Wand, einen Sitz oder einen Umbau. Klären Sie die Ursache von Stürzen ärztlich ab.

Häufige Fragen

Bezahlt die Krankenkasse eine rutschfeste Duschmatte?
In der Regel nicht. Die Matte gilt nicht als Hilfsmittel, sondern als Gebrauchsgegenstand, den Sie selbst kaufen.

Hält eine Saugnapfmatte auf jedem Boden?
Nein. Auf strukturierten oder rutschhemmenden Fliesen halten Saugnäpfe oft nicht. Dort eignen sich eher Antirutsch-Streifen oder ein Sitz und Haltegriffe.

Wie oft sollte ich die Matte austauschen?
Wenn die Saugnäpfe nachlassen, das Material hart wird oder sich Beläge nicht mehr entfernen lassen. Einen festen Zeitraum gibt es nicht.

Zahlt die Pflegekasse rutschhemmende Fliesen?
Mit Pflegegrad kann sie einen rutschhemmenden Bodenbelag als Teil eines Umbaus bezuschussen, bis zu 4.180 Euro je Maßnahme. Stellen Sie den Antrag vor Beginn der Arbeiten.

Zusammenfassung

Eine rutschfeste Duschmatte mit Saugnäpfen gibt auf glatten Böden mehr Halt und ist ein einfacher erster Schritt. Die Kosten tragen Sie selbst, denn die Matte ist kein Hilfsmittel. Auf strukturierten Fliesen hält sie schlecht; dann sind Streifen, Griffe, ein Sitz oder ein rutschhemmender Boden besser, den die Pflegekasse als Teil eines Umbaus bezuschussen kann. Mehr zu sicheren Bädern im Bereich Barrierefrei wohnen.

Quellen

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