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Den Pflege­grad in Ruhe einschätzen.

Sechs Lebens­be­reiche, 25 Fragen. Antworten Sie so, wie es an einem gewöhn­li­chen Tag ist, nicht an einem guten.

Ohne Anmeldung. Das Ergebnis ist eine Einschätzung, keine Entscheidung der Pflegekasse.

Fachlich geprüft von Daniel Lepper, Pflegefachkraft außerklinische Intensivpflege
Aktu­a­li­siert am 23.09.2026
Die sechs Bereiche
  1. Mobilität10 %
  2. Geistige und kommu­ni­ka­tive Fähig­keiten15 %
  3. Verhalten und psychi­sche Problem­lagen15 %
  4. Selbst­ver­sor­gung40 %
  5. Umgang mit Krankheit und Therapie20 %
  6. Alltag und soziale Kontakte15 %

So wird der Pflegegrad berechnet.

Wie wird der Pflege­grad berechnet?

Seit 2017 ermittelt der Medizinische Dienst (MD) den Pflegegrad mit dem Neuen Begutachtungsassessment, kurz NBA. Er schaut sich sechs Lebensbereiche einzeln an, die sogenannten Module. Jedes Modul bekommt Punkte, die mit einem festen Gewicht zu einem Gesamtwert zwischen 0 und 100 zusammengezählt werden.

Eine Besonderheit gilt für Modul 2 und Modul 3. Sie werden nicht beide gewertet. Nur der höhere der beiden Werte geht mit bis zu 15 Prozent ein (§ 15 Abs. 3 SGB XI).

Die sechs Module und ihr Gewicht

Module 2 und 3 teilen sich 15 Prozent, nur der höhere Wert zählt. Quelle: § 15 SGB XI mit Anlage 2
ModulBereichAnteil
Modul 1Mobilität10 %
Modul 2Geistige und kommunikative Fähigkeitenbis 15 %
Modul 3Verhalten und psychische Problemlagenbis 15 %
Modul 4Selbstversorgung40 %
Modul 5Umgang mit Krankheit und Therapie20 %
Modul 6Alltag und soziale Kontakte15 %

Ab wie vielen Punkten gilt welcher Pflege­grad?

Aus dem Gesamtwert ergibt sich der Pflegegrad. Die Grenzen stehen im Gesetz und sind für alle Pflegekassen gleich.

Quelle: § 15 Abs. 3 und § 37 SGB XI, Stand 2026
PflegegradGewich­tete PunktePflegegeld im Monat
Pflegegrad 112,5 bis unter 27kein Pflegegeld
Pflegegrad 227 bis unter 47,5347 €
Pflegegrad 347,5 bis unter 70599 €
Pflegegrad 470 bis unter 90800 €
Pflegegrad 590 bis 100990 €

Wie Sie sich auf die Begut­ach­tung vorbe­reiten

Nach dem Antrag kommt der Medizinische Dienst zu Ihnen nach Hause. Sein Gutachten ist die Grundlage für den Bescheid der Pflegekasse. Hilfreich ist, wenn Sie vorher aufschreiben, wobei die Person Hilfe braucht und wie oft. Dafür eignet sich ein Pflegetagebuch.

Nehmen Sie auch das Ergebnis dieses Rechners mit. Es ersetzt die Begutachtung nicht, hilft aber, die eigenen Beobachtungen zu ordnen. Mehr dazu lesen Sie in den Ratgebern Pflegegrad beantragen, Pflegegrad-Tabelle 2026 und Pflegegeld 2026. Passt der Bescheid nicht, hilft der Ratgeber zum Widerspruch.

Häufige Fragen

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: 0345 5646 3043

Wie funktioniert der Pflegegrad-Rechner?
Sie beantworten 25 Fragen zu sechs Lebensbereichen: Mobilität, geistige Fähigkeiten, Verhalten, Selbstversorgung, Umgang mit Krankheit und Alltag. Jede Antwort bringt Punkte. Der Rechner gewichtet sie wie die Begutachtung nach § 15 SGB XI und addiert sie zu einem Wert zwischen 0 und 100. Daraus ergibt sich der voraussichtliche Pflegegrad.
Ist das Ergebnis verbindlich?
Nein. Das Ergebnis ist eine Orientierung, kein Bescheid. Über den Pflegegrad entscheidet die Pflegekasse, nachdem der Medizinische Dienst (MD) die Person zuhause begutachtet hat (§ 18 SGB XI). Abweichungen sind möglich, weil der Rechner nur ausgewählte Fragen nutzt. Passt der Bescheid nicht, können Sie Widerspruch einlegen.
Welche Module werden geprüft?
Sechs. Mobilität zählt 10 Prozent, Selbstversorgung 40 Prozent, Umgang mit Krankheit und Therapie 20 Prozent, Alltag und soziale Kontakte 15 Prozent. Geistige Fähigkeiten und Verhalten teilen sich 15 Prozent, dabei zählt nur der höhere der beiden Werte. Die Selbstversorgung hat also das größte Gewicht.
Ab wie vielen Punkten gibt es welchen Pflegegrad?
Pflegegrad 1 ab 12,5 Punkten, Pflegegrad 2 ab 27, Pflegegrad 3 ab 47,5, Pflegegrad 4 ab 70 und Pflegegrad 5 ab 90 Punkten. Höchstens sind 100 Punkte möglich. Unter 12,5 Punkten gibt es keinen Pflegegrad. Die Punkte je Bereich zeigt Ihnen der Rechner nach der letzten Frage.
Muss ich meine E-Mail-Adresse angeben?
Nein. Der Rechner funktioniert ohne Anmeldung und ohne E-Mail-Adresse. Das Ergebnis sehen Sie nach der letzten Frage, und Sie können es ausdrucken oder als PDF speichern. Den Newsletter können Sie zusätzlich abonnieren, wenn Sie das möchten.
Wie viele Fragen hat der Rechner?
25 Fragen, verteilt auf die sechs Module der Begutachtung. Bei der Selbstversorgung sind es die meisten, weil sie am stärksten zählt. Nehmen Sie sich Zeit und antworten Sie so, wie es an einem gewöhnlichen Tag ist. Sie können jederzeit zurückgehen und Antworten ändern.

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