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Verhinderungspflege bei drei behinderten Kindern — wie bekommt die Politik das Problem mit?

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Pflegekompass-LeserEingereichte Frage

Gefragt 29. Juni 2026 um 04:15

Wie kann man der Frau Ministerin persönlich sagen,dass wir die Verhinderungspflege brauchen? Wir betreuen 3 behinderte Kinder, Autist dabei, aggressiv, wir brauchen die privaten Helfer. Ich würde sie einladen,sich das mal selber anzusehen.

1 Antwort

Daniel Lepper
Daniel LepperExperte

Pflegefachkraft außerklinische Intensivpflege

Geantwortet vor 12 Std.

Den persönlichen Termin bei der Bundesgesundheitsministerin werdet ihr realistisch nicht bekommen — aber es gibt Wege, die in der Praxis tatsächlich gehört werden. So macht ihr Druck, der ankommt: 1. Petition beim Deutschen Bundestag einreichen (epetitionen.bundestag.de). Ab 50.000 Mitzeichnungen in vier Wochen gibt es eine öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss. Eure Konstellation — drei behinderte Kinder, davon ein aggressiver Autist — ist genau die Art Fallschilderung, die dort Wirkung zeigt. 2. Direktkontakt zu eurem Wahlkreisabgeordneten im Bundestag. Bürgersprechstunden sind kostenlos, ihr könnt schriftlich euren Fall schildern und um Weiterleitung ans Gesundheitsministerium bitten. Abgeordnete der Regierungsfraktionen haben echte Drähte ins BMG. 3. Schreiben ans Bundesministerium für Gesundheit (poststelle@bmg.bund.de). Briefe an die Ministerin werden gesichtet, thematisch sortiert und bei Häufung ausgewertet. Einzelschicksal mit Zahlen (Pflegegrade der Kinder, monatlicher Bedarf, was VP-Stunden konkret leisten) wirkt stärker als allgemeine Forderung. 4. Verbände einschalten, die direkten Zugang haben: Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern (bbe-ev.de), Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm.de), autismus Deutschland e.V. Die bündeln Fallzahlen und tragen sie in Anhörungen vor. Zu eurer eigenen Situation: Wenn ihr aktuell Verhinderungspflege beantragt und Probleme mit der Kasse habt — drei pflegebedürftige Kinder gleichzeitig ist verwaltungstechnisch komplex, da lohnt sich vorab eine kostenlose Pflegeberatung nach § 7a SGB XI, damit nichts vom Budget liegen bleibt. Bei konkreten Ablehnungen oder Widerspruchsfragen kann euch Tobias aus unserer Pflegerechts-Sprechstunde weiterhelfen.
Examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger mit 15+ Jahren Erfahrung in der Intensiv- und häuslichen Pflege.Zum Profil
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