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Pflegekompass
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Was kann man bei Pflegegrad 3 nicht mehr selbst?

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Pflegekompass-LeserEingereichte Frage

Gefragt 25. Juni 2026 um 04:15

Google PAA: "Was darf man bei Pflegestufe 3 nicht mehr können?"

1 Antwort

Daniel Lepper
Daniel LepperExperte

Pflegefachkraft außerklinische Intensivpflege

Geantwortet vor 1 Tag

Wichtig vorab: Es gibt seit 2017 keine "Pflegestufen" mehr, sondern Pflegegrade 1 bis 5. Pflegegrad 3 entspricht ungefähr der früheren Pflegestufe 2 und bedeutet eine "schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit". In der Begutachtung des Medizinischen Dienstes erreicht man PG 3 mit 47,5 bis unter 70 Punkten in den sechs Modulen. Typisch sind deutliche Einschränkungen in mehreren dieser Bereiche: - Mobilität: Aufstehen, Treppensteigen, sich im Wohnbereich fortbewegen klappt nur mit Hilfe oder Hilfsmitteln - Selbstversorgung: Waschen, Duschen, An- und Auskleiden, Toilettengang, Essen zubereiten — vieles geht nicht mehr eigenständig - Kognition: Orientierung zu Ort, Zeit und Personen ist erschwert, Gespräche zu folgen fällt schwer (häufig bei Demenz) - Krankheitsbewältigung: Medikamente selbst stellen, Arzttermine wahrnehmen, Wundversorgung — meist nur mit Anleitung oder Übernahme durch andere - Alltagsgestaltung: Tagesablauf strukturieren, Kontakte pflegen, Beschäftigung finden — gelingt selten ohne Unterstützung Es geht nie um eine starre Liste von "darf nicht mehr", sondern um den täglichen Hilfebedarf. Jemand mit PG 3 braucht in der Regel mehrfach täglich Unterstützung, oft auch nachts punktuell. Leistungen bei PG 3: 599 Euro Pflegegeld monatlich bei häuslicher Pflege durch Angehörige, dazu Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege, 131 Euro Entlastungsbetrag und 42 Euro Pflegehilfsmittel. Wenn ihr unsicher seid, ob der aktuelle Grad noch passt: Eine Höherstufung ist jederzeit formlos bei der Pflegekasse möglich. Pflegetagebuch über ein bis zwei Wochen hilft enorm bei der Argumentation.
Examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger mit 15+ Jahren Erfahrung in der Intensiv- und häuslichen Pflege.Zum Profil
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