Caritas Hausnotruf 2026: Kosten je Ort und 7 Fragen vorab
Den Caritas Hausnotruf bieten örtliche Caritasverbände an, jeder mit eigenen Preisen. Hier sehen Sie drei Preisbeispiele mit Quelle, den Anteil der Pflegekasse und die Fragen vor dem Vertrag.
Von der Pflegekompass-Redaktion, geprüft von der Redaktion Aktualisiert am 26.09.2026, Lesezeit 14 Minuten
Kurzantwort: Einen bundesweiten Preis für den Caritas Hausnotruf gibt es nicht, die Preise unterscheiden sich von Ort zu Ort. In drei Beispielen kostete das Grundangebot im September 2026 zwischen 27 und 35 Euro im Monat. Mit Pflegegrad zahlt die Pflegekasse dem Anbieter 27,00 Euro netto je Monat. Den Anspruch regelt § 40 SGB XI, den Betrag Anlage 1 zum Hausnotrufvertrag.
Kein Einheitspreis: Auch der Deutsche Caritasverband nennt die Kosten in seinem Glossar sehr unterschiedlich.
Pflegekasse: Sie zahlt dem Anbieter 27,00 Euro netto je Monat, zuzüglich Umsatzsteuer, sofern der Anbieter umsatzsteuerpflichtig ist. So steht es seit 1. April 2026 in Anlage 1 zum Hausnotrufvertrag des GKV-Spitzenverbands.
Anspruch: Sie leben allein oder sind über weite Teile des Tages allein. Oder Sie leben mit jemandem zusammen, der im Notfall selbst keine Hilfe rufen kann (Hilfsmittelverzeichnis, Produktgruppe 52).
Was bleibt: Je nach Ort zahlen Sie mit Pflegegrad nichts dazu oder einen Eigenanteil. In Meschede sind es 8 Euro im Monat, laut Preisseite im September 2026. Ein Angebot ohne Mehrkosten muss der Anbieter Ihnen trotzdem nennen.
Extras: Hilfe vor Ort und Schlüsselhinterlegung zahlen Sie selbst. In Krefeld und Meerbusch kosten sie 23 bis 40 Euro im Monat, Stand September 2026.
Suche: Das Angebot in Ihrer Nähe finden Sie über die Postleitzahlen-Suche auf hausnotruf-caritas.de. Laut Betreiber ist sie noch nicht vollständig.
Die Caritas bietet den Hausnotruf nicht zentral an, sondern über örtliche Caritasverbände. Deshalb finden Sie im Netz sehr verschiedene Preise, manche davon ohne Datum.
Dieser Ratgeber zeigt drei Preisbeispiele mit Quelle und erklärt den Anteil der Pflegekasse. Dazu bekommen Sie eine Fragenliste für die Beratung. Wo die Caritas-Seiten nichts sagen, schreiben wir das und zeigen, wie Sie nachfragen.
Was kostet der Caritas Hausnotruf 2026?
Einen bundesweiten Preis gibt es nicht, der Caritas Hausnotruf kostet je nach Ort unterschiedlich viel. Wir haben im September 2026 die Preisseiten von drei Caritasverbänden ausgewertet. Dort kostet das Grundangebot 27 bis 35 Euro im Monat.
Beispiele, keine bundesweiten Preise. Grundpreis und Extras je Monat. Mit Pflegegrad heißt: Die Pflegekasse hat den Hausnotruf genehmigt. Quellen: Preisseiten der Caritas im Kreis Gütersloh, in Krefeld und Meerbusch und in Meschede, abgerufen am 26. September 2026.
Ort
Grundpreis
Mit Pflegegrad
Extras je Monat
Einmalig
Kreis Gütersloh
27 € + 6 €
Grundversorgung übernommen
20,50 €
25 € Beratung
Krefeld und Meerbusch
27 €
ohne Zuzahlung
23 bis 40 €
48 € mit Service-Paket
Meschede
35 €
8 € Zuzahlung
23 €
38 € Neukunden
Zu den Zahlen (Preisseiten, Stand September 2026). Im Kreis Gütersloh kommt zur Grundversorgung von 27 Euro eine Hardware-Pauschale von 6 Euro im Monat. Ein Beratungsgespräch vor Ort kostet dort laut Preisliste einmalig 25 Euro. In Krefeld und Meerbusch kostet eine SIM-Karte als Absicherung für das Festnetz 3 Euro im Monat zusätzlich. Die einmalige Einrichtungsgebühr von 48 Euro gilt dort nur bei den Service-Paketen. In Meschede verlangt die Caritas von Neukunden einmalig 38 Euro Bearbeitungsgebühr. Wann solche Einmalgebühren mit Pflegegrad entfallen, steht unten bei den Anschlussgebühren. Was die Extras enthalten, steht weiter unten bei den Leistungen.
Mit Pflegegrad (laut Preisseiten, Stand September 2026). In Krefeld und Meerbusch ist das Basis-Paket ab der Genehmigung ohne Zuzahlung. In Meschede bleiben im Tarif „Sicherheit“ 8 Euro im Monat bei Ihnen. Ein Angebot ohne Mehrkosten muss der Anbieter Ihnen trotzdem nennen (Hausnotrufvertrag, § 2 Abs. 7). Im Kreis Gütersloh übernimmt die Pflegekasse laut Caritas die Kosten der Grundversorgung. Die Hardware-Pauschale von 6 Euro darf im Angebot ohne Mehrkosten nicht bei Ihnen bleiben. Denn Gerät und Funksender gehören zur Vertragsleistung (Hausnotrufvertrag, § 2 Abs. 9 und 10).
Einige Caritas-Seiten zeigten im September 2026 Preise ohne Datum. Lassen Sie sich deshalb vor der Unterschrift die aktuelle Preisliste schriftlich geben.
Wie finden Sie den Caritas Hausnotruf in Ihrer Nähe?
Den Caritas Hausnotruf in Ihrer Nähe finden Sie über die Postleitzahlen-Suche auf hausnotruf-caritas.de. Die Suche ist ein Angebot des Caritasverbandes Region Mönchengladbach. Laut eigener Angabe ist sie noch nicht vollständig und wird laufend ergänzt. Die 17 Verbände, die die Seite als Beispiele verlinkt, liegen alle in Nordrhein-Westfalen (Stand 26. September 2026).
Ist Ihr Caritasverband dort noch nicht hinterlegt, hilft der Betreiber über ein Kontaktformular weiter. Sie können auch direkt beim Caritasverband Ihrer Stadt oder Ihres Kreises fragen. Ihre Pflegekasse muss Sie über die Anbieter informieren, die Sie versorgen dürfen. Unter ihnen wählen Sie frei (Hausnotrufvertrag, § 2 Abs. 5).
Was zahlt die Pflegekasse beim Caritas Hausnotruf?
Mit Pflegegrad zahlt die Pflegekasse dem Anbieter 27,00 Euro netto je Monat, zuzüglich Umsatzsteuer, sofern der Anbieter umsatzsteuerpflichtig ist. Das gilt seit 1. April 2026 nach Anlage 1 zum Hausnotrufvertrag des GKV-Spitzenverbands. Der Betrag gilt für alle Vertragspartner, auch für die Caritas.
Die Pflegekasse zahlt, wenn die Voraussetzungen nach § 40 SGB XI und dem Hilfsmittelverzeichnis, Produktgruppe 52, erfüllt sind. Dazu gehören diese Punkte:
Sie haben einen Pflegegrad von 1 bis 5 und werden zu Hause gepflegt.
Sie leben allein oder sind über weite Teile des Tages allein. Oder Sie leben mit jemandem zusammen, der im Notfall selbst keine Hilfe rufen kann.
Im Notfall können Sie mit einem normalen Telefon keine Hilfe rufen.
Wegen Ihrer Krankheit oder Ihres Pflegezustands kann jederzeit ein Notfall eintreten.
Ein Beispiel: Ein Ehepaar lebt zusammen, der Mann hat eine Demenz. Er kann im Notfall selbst keine Hilfe rufen. Hat seine Frau einen Pflegegrad, kann sie den Hausnotruf bekommen, obwohl sie nicht allein lebt. Diese Ausnahme steht im Hilfsmittelverzeichnis bei der Produktart 52.40.01.1.
Ohne Pflegegrad zahlen Sie den vollen Preis selbst. Sind Sie privat pflegeversichert, gilt Ihr Tarif. Sind Sie gesetzlich pflegeversichert und haben Anspruch auf Beihilfe, zahlt die Pflegekasse die Hälfte. Das sind 13,50 Euro netto im Monat (§ 28 Abs. 2 SGB XI und Hausnotrufvertrag, § 3 Abs. 6). Für den Rest fragen Sie Ihre Beihilfestelle. Die Caritas im Kreis Gütersloh bietet an, das für Privatversicherte und Beihilfeberechtigte einzeln zu klären.
Was viele nicht wissen: Eine einmalige Anschlusspauschale der Pflegekasse gibt es seit April 2026 nicht mehr. Beratung, Einweisung und Anschluss gehören zur Vertragsleistung. Der Anbieter darf sie Ihnen nicht gesondert berechnen (Hausnotrufvertrag, § 3 Abs. 5). Auf Wunsch findet die Beratung bei Ihnen zu Hause statt (Hausnotrufvertrag, § 2 Abs. 6). Einige Preislisten nennen trotzdem einmalige Gebühren. In Meschede sind es 38 Euro für Neukunden, in Gütersloh 25 Euro für ein Beratungsgespräch vor Ort. So stand es im September 2026 auf den Preisseiten. Kreuzen Sie im Antrag das Angebot ohne Mehrkosten an, sind solche Gebühren ausgeschlossen (Anlage 2 zum Hausnotrufvertrag). Sie fallen nur an, wenn Sie ausdrücklich ein Paket mit Extras wählen.
Extras wie Hilfe vor Ort oder Schlüsselhinterlegung zahlen Sie selbst. Über den Aufpreis muss der Anbieter Sie vor der Versorgung informieren (Hausnotrufvertrag, § 2 Abs. 7). Er muss Ihnen auch nachweislich sagen, dass eine Versorgung ohne Mehrkosten möglich ist. Wie Anspruch und Antrag im Einzelnen laufen, zeigt der Ratgeber Hausnotruf 2026.
Welche Fragen stellen Sie der Caritas vor dem Vertrag?
Klären Sie vor der Unterschrift sieben Punkte: Vertrag mit der Pflegekasse, Reichweite, Schlüssel, Hilfe vor Ort, Zusatzkosten, Kündigung und Stromausfall. Bei der Caritas ist das besonders wichtig, weil Preise und Regeln von Ort zu Ort verschieden sind. Die Liste können Sie abhaken und als Text kopieren, etwa für eine E-Mail an Ihre Geschwister.
Ihre Fragen an die Caritas für das Beratungsgespräch
Haken Sie ab, was im Gespräch geklärt ist. Unten steht die Zusammenfassung zum Kopieren.
0 von 7 Fragen geklärt
Zusammenfassung zum Kopieren
Fragen an die Caritas zum Hausnotruf
Noch offen (7):
Beitritt zum Hausnotrufvertrag: Sind Sie dem Hausnotrufvertrag des GKV-Spitzenverbands beigetreten, und rechnen Sie direkt mit meiner Pflegekasse ab?
Reichweite des Funksenders: Wie weit reicht der Funksender in Metern, und erreicht er Bad, Keller, Balkon und Garten?
Schlüsselsafe oder Schlüsselhinterlegung: Wie kommt die Hilfe in die Wohnung, und was kostet eine Schlüsselhinterlegung oder ein Schlüsselsafe?
Hilfe vor Ort: Kommt im Notfall ein eigener Dienst zu mir nach Hause, zu welchen Zeiten, und was kostet ein Einsatz?
Zusatzkosten: Was kosten Sturzsensor, ein Gerät mit GPS für unterwegs und ein zweiter Funksender, und gibt es einmalige Gebühren?
Kündigung und Laufzeit: Wie beende ich die Versorgung, und welche Laufzeit und Frist gelten für das, was ich selbst zahle?
Verhalten bei Stromausfall: Wie lange arbeitet das Gerät bei Stromausfall mit Akku, und klappt der Notruf auch ohne Router?
Geklärt (0):
noch keine
Was mit Ihren Angaben passiert
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Was gehört zum Caritas Hausnotruf?
Der Caritas Hausnotruf ist ein Notrufsystem für Seniorinnen, Senioren und Pflegebedürftige zu Hause, das örtliche Caritasverbände anbieten. Ein Knopfdruck am Funksender verbindet Sie rund um die Uhr mit einer Notrufzentrale. Dazu gehören ein Basisgerät in der Wohnung und ein wasserdichter Funksender am Hals oder Handgelenk, so beschreibt es hausnotruf-caritas.de. Viele nennen den Funksender auch Notfallknopf. Welche Hilfe nach dem Notruf kommt, vereinbaren Sie vorher mit Ihrem Caritas-Hausnotruf-Anbieter.
Zur Reichweite. Wie weit der Funksender reicht, hängt vom Gerät ab. Die Caritas im Kreis Gütersloh nennt bis zu 300 Meter vom Basisgerät, die Caritas Meschede etwa 50 Meter. Beides stand so im September 2026 auf den Preisseiten. Für Geräte der Pflegekasse verlangt das Hilfsmittelverzeichnis mindestens 30 Meter in Gebäuden und 250 Meter im Freien (Produktgruppe 52). Fragen Sie deshalb, ob eine Angabe für drinnen oder draußen gilt.
Hilfe vor Ort und Schlüsselhinterlegung bieten die Verbände als Extra an, jeder auf eigene Art:
Kreis Gütersloh: Die Komplettversorgung mit 24-Stunden-Bereitschaft durch examinierte Pflegefachkräfte kostet 20,50 Euro im Monat. Schlüsselhinterlegung ist enthalten. Jeder Einsatz kostet von 6 bis 20 Uhr 90 Euro, nachts sowie an Sonn- und Feiertagen 125 Euro.
Krefeld und Meerbusch: Die Service-Pakete S, M und L kosten 23, 31 oder 40 Euro im Monat. Sie enthalten einen Sicherheitsdienst und die Verwahrung Ihres Schlüssels. Die Pflegekasse übernimmt sie laut Caritas nicht.
Meschede: Der Tarif „Sicherheit plus“ kostet 23 Euro im Monat zusätzlich. Er enthält eine Rufbereitschaft der Sozialstationen rund um die Uhr und die Aufbewahrung Ihres Schlüssels.
Alle Beträge in dieser Liste stammen von den Preisseiten der drei Verbände, Stand September 2026.
Für unterwegs. Laut Deutschem Caritasverband gibt es auch einen mobilen Hausnotruf. Die Caritas Meschede bietet dafür den Tarif „Mobil“ an. Er kostet 53 Euro im Monat, mit Pflegegrad 26 Euro, laut Preisseite im September 2026.
Was passiert beim Caritas Hausnotruf bei Stromausfall?
Bei Stromausfall arbeitet das Gerät mit Akku weiter, so beschreibt es zum Beispiel die Caritas Meschede. Wie lange der Akku hält, nennen die drei Preisseiten nicht. Fragen Sie im Beratungsgespräch danach.
Für den Betrieb brauchen Sie eine normale Steckdose mit 230 Volt. Mit Telefonanschluss kommt das Basisgerät an die Telefondose, den Router oder das Modem. Ohne Festnetz gibt es Geräte mit eingebauter SIM-Karte, dann ist guter Mobilfunkempfang nötig. So beschreibt es hausnotruf-caritas.de.
Ein Router braucht selbst Strom aus der Steckdose. Fällt der Strom aus, kann dann die Verbindung über das Festnetz fehlen. Darüber muss der Anbieter Sie in der Beratung aufklären (Hausnotrufvertrag, § 2 Abs. 6). Verändern oder tauschen Sie den Router nur in Absprache mit Ihrem Hausnotrufdienst. Sonst kann die Verbindung zur Zentrale abreißen, warnt das Hilfsmittelverzeichnis.
Eine SIM-Karte im Gerät ist ein zweiter Weg zur Zentrale. Krefeld und Meerbusch bieten sie für 3 Euro im Monat zusätzlich an. In Meschede gehört sie zum Tarif „Sicherheit“. Beides laut Preisseiten, Stand September 2026.
Wie lange läuft ein Vertrag mit der Caritas?
Den Teil, den die Pflegekasse zahlt, können Sie ohne Kündigungsfrist beenden. Es genügt, wenn Sie dem Anbieter sagen, dass Sie die Versorgung nicht mehr wünschen. Dann beendet er sie und holt das Gerät ab (Hausnotrufvertrag, § 3 Abs. 4). Den angefangenen Monat bezahlt die Pflegekasse dem Anbieter noch voll (§ 3 Abs. 2 und 4).
Fristen können nur für das gelten, was Sie selbst zahlen, also für Extras oder ohne Pflegegrad für den ganzen Hausnotruf. Die drei Preisseiten nennen dazu keine Laufzeit und keine Kündigungsfrist. Lassen Sie sich beides vor der Unterschrift schriftlich geben.
Endet die Versorgung durch einen Umzug ins Pflegeheim, holt der Anbieter das Gerät ebenfalls zurück (Hausnotrufvertrag, § 3 Abs. 4).
Beim Wechsel zur Caritas stellt diese einen neuen Antrag bei Ihrer Pflegekasse (Hausnotrufvertrag, § 2 Abs. 4). Legen Sie den Tag der Abmeldung beim alten Anbieter auf den Anschlusstermin der Caritas. So haben Sie keine Zeit ohne Hausnotruf.
Können Sie den Caritas Hausnotruf von der Steuer absetzen?
Das Grundangebot können Sie nicht absetzen, weil ein Notruf nur an eine Zentrale keine haushaltsnahe Dienstleistung ist. So hat es der Bundesfinanzhof am 15. Februar 2023 entschieden (VI R 7/21). Die Zentrale verständigt dann nur Dritte, und das geschieht außerhalb Ihrer Wohnung.
Anders kann es sein, wenn Hilfe vor Ort Teil der Leistung ist. Manche Caritasverbände bieten das an, etwa die Komplettversorgung in Gütersloh oder die Rufbereitschaft in Meschede. Ob das Finanzamt diese Kosten anerkennt, entscheidet es im Einzelfall.
Erkennt es sie an, ermäßigt sich Ihre Steuer um 20 Prozent der Arbeitskosten, die auf der Rechnung ausgewiesen sind. Das gilt nur, soweit Sie die Kosten nicht schon als außergewöhnliche Belastung abziehen (§ 35a Abs. 5 EStG). Höchstens sind es 4.000 Euro im Jahr für alle haushaltsnahen Dienstleistungen zusammen (§ 35a Abs. 2 EStG). Nötig sind eine Rechnung und die Zahlung auf das Konto des Anbieters.
Absetzen kann, wer den Hausnotruf für den eigenen Haushalt bezahlt, und nur den Teil, den die Pflegekasse nicht trägt. Den Haushalt der gepflegten Person lässt das Gesetz nur bei Pflege- und Betreuungsleistungen genügen (§ 35a Abs. 4 EStG). Zahlen Sie den Hausnotruf Ihrer Mutter in deren Wohnung, fragen Sie vorher Ihre Steuerberatung oder das Finanzamt.
Zur Angabe aus Krefeld. Die Caritas Krefeld nennt die Kosten auf ihrer Preisseite absetzbar und verweist auf das Urteil VI R 18/14. Darin ging es um eine Seniorenresidenz, in der der Notruf direkt bei einer Pflegekraft ankam. Diese Pflegekraft half dann selbst. Von diesem Fall grenzt der Bundesfinanzhof sein Urteil von 2023 ab. Für einen Notruf aus der eigenen Wohnung, der nur eine Zentrale erreicht, gilt VI R 7/21. Mehr dazu im Ratgeber Hausnotruf von der Steuer absetzen.
Wie kommen Sie zum Caritas Hausnotruf?
Sie finden den Verband vor Ort, lassen sich beraten und unterschreiben den Antrag, dann schließt die Caritas das Gerät an. So läuft es mit Pflegegrad ab:
Zuerst
Anbieter finden
Sie suchen über hausnotruf-caritas.de oder beim Caritasverband vor Ort das Angebot für Ihren Wohnort.
Dann
Preisliste anfordern
Sie lassen sich die aktuelle Preisliste schriftlich geben und fragen nach dem Angebot ohne Mehrkosten.
Danach
Antrag stellen
Sie unterschreiben den Antrag, und der Kostenvoranschlag der Caritas geht an Ihre Pflegekasse.
Und später
Reichweite testen
Nach dem Anschluss lösen Sie in jedem Raum und auf dem Balkon einen Probealarm aus.
Zum Antrag. Den Antrag bereitet meist der Anbieter mit Ihnen vor. Sein Kostenvoranschlag gilt dann als Ihr Antrag (Hausnotrufvertrag, § 2 Abs. 4). In Meschede kümmert sich laut Preisseite die Caritas um die Beantragung.
Zwei weitere Wege. Empfiehlt der Medizinische Dienst den Hausnotruf im Gutachten zum Pflegegrad, gilt das als Antrag. Voraussetzung ist Ihre Zustimmung (§ 18b Abs. 3 SGB XI). Empfiehlt ihn eine Pflegefachperson, etwa vom Pflegedienst oder beim Beratungseinsatz, wird die Notwendigkeit vermutet. Das regelt § 40 Abs. 6 SGB XI. Die zugehörige Richtlinie nennt seit 1. September 2026 auch den Hausnotruf. Die Empfehlung darf beim Antrag höchstens zwei Wochen alt sein.
Zur Frist. Die Pflegekasse entscheidet innerhalb von 3 Wochen. Beteiligt sie eine Pflegefachperson oder den Medizinischen Dienst, sind es 5 Wochen (§ 40 Abs. 7 SGB XI). Liegt Ihrem Antrag die Empfehlung einer Pflegefachperson bei, bleibt es bei 3 Wochen. Kann die Kasse die Frist nicht einhalten, muss sie Ihnen das rechtzeitig schriftlich mit Gründen mitteilen. Lehnt sie ab, haben Sie für den Widerspruch einen Monat ab Bekanntgabe des Bescheids (§ 84 Abs. 1 SGG).
Wenn die Kasse schweigt. Fehlt die Mitteilung mit hinreichendem Grund, gilt der Antrag nach Fristablauf als genehmigt (§ 40 Abs. 7 SGB XI). Ohne festgestellten Pflegegrad gilt das nicht, die Kasse lehnt den Antrag dann ab. Es gilt auch nicht, wenn der Medizinische Dienst den Hausnotruf im Gutachten empfohlen hat. So steht es im Gemeinsamen Rundschreiben der Pflegekassen vom 2. April 2026 zu § 40.
Zum Anschluss. Nach der Genehmigung muss der Anbieter das Gerät innerhalb einer Woche betriebsbereit bereitstellen. Das gilt, sofern die nötigen Voraussetzungen bei Ihnen gegeben sind (Hausnotrufvertrag, § 2 Abs. 8). Der Vertrag nennt als Beispiel einen Telefon- oder Internetanschluss und das ausgefüllte Datenblatt. Die Pflegekasse zahlt dem Anbieter frühestens ab dem Tag, den ihre Genehmigung nennt (§ 3 Abs. 2). Laut hausnotruf-caritas.de reicht der Sender in den meisten Fällen auch bis auf Balkon, Terrasse oder in einen kleineren Garten. Prüfen Sie das mit einem Probealarm.
Wann passt der Caritas Hausnotruf nicht?
Der Caritas Hausnotruf passt nicht, wenn an Ihrem Wohnort kein Caritasverband einen Hausnotruf anbietet. Das zeigt Ihnen die Suche auf hausnotruf-caritas.de oder ein Anruf beim Verband vor Ort.
Im Pflegeheim. Dort zahlt die Pflegekasse keinen Hausnotruf, denn § 40 SGB XI gilt für die Pflege zu Hause. Im betreuten Wohnen zahlt sie dagegen grundsätzlich. Voraussetzung ist, dass ein Vertragspartner der Pflegekassen den Hausnotruf zu den Vertragsbedingungen stellt (Hausnotrufvertrag, § 3 Abs. 3).
Unterwegs. Der Hausnotruf ist für die Wohnung gedacht. Einen Tarif für unterwegs haben nur manche Verbände, etwa Meschede.
Ohne Schlüssel für die Helfer. Die Caritas Meschede verlangt mindestens drei Verwandte oder Nachbarn mit Haustürschlüssel. Sonst buchen Sie den Schlüsselservice dazu.
Bei Demenz. Es kommt darauf an, ob die Person den Knopf im Notfall noch sicher drückt. Worauf Sie dann achten, zeigt der Ratgeber Hausnotruf bei Demenz.
Hausnotrufe bieten auch Malteser, Johanniter, Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz und private Firmen an. Wie sich DRK, Johanniter und die anderen unterscheiden, zeigt unser Hausnotruf-Anbieter-Vergleich 2026. Neutral beraten Sie die Pflegeberatung Ihrer Pflegekasse nach § 7a SGB XI und die Pflegestützpunkte.
Unser AngebotHausnotruf über unser Hilfsmittelportal Mit Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse die monatliche Grundgebühr, den Anspruch prüft sie im Einzelfall. Die Abrechnung läuft direkt zwischen unserem Versorgungspartner und Ihrer Pflegekasse. Die Basisstation verbindet sich über Mobilfunk, einen Festnetzanschluss brauchen Sie dafür nicht. Hausnotruf beantragen →
Häufige Fragen zum Caritas Hausnotruf
Was zahle ich beim Caritas Hausnotruf mit Pflegegrad selbst?
Nichts, im Basis-Paket der Caritas Krefeld und Meerbusch, sobald die Pflegekasse genehmigt hat. In Meschede bleiben im Tarif „Sicherheit“ 8 Euro im Monat bei Ihnen. Beides stand so im September 2026 auf den Preisseiten der Caritas vor Ort. Andere Caritasverbände haben andere Preise. Dass eine Versorgung ohne Mehrkosten möglich ist, muss Ihnen jeder Anbieter nachweislich sagen (Hausnotrufvertrag, § 2 Abs. 7).
Gibt es einen bundesweiten Preis für den Caritas Hausnotruf?
Nein, den Hausnotruf bieten örtliche Caritasverbände an, und ihre Preise unterscheiden sich. In drei Beispielen kostete das Grundangebot im September 2026 zwischen 27 und 35 Euro im Monat. Welcher Verband an Ihrem Wohnort anbietet, zeigt die Postleitzahlen-Suche auf hausnotruf-caritas.de. Laut Betreiber ist die Suche noch nicht vollständig.
Zahlt die Krankenkasse ein Notfallarmband?
Nein, nicht die Krankenkasse, sondern die Pflegekasse, und zwar für einen Hausnotruf mit Pflegegrad. Sie zahlt dem Anbieter 27,00 Euro netto je Monat, zuzüglich Umsatzsteuer, sofern er umsatzsteuerpflichtig ist. Den Anspruch regelt § 40 SGB XI, den Betrag Anlage 1 zum Hausnotrufvertrag. Voraussetzung ist unter anderem, dass Sie allein leben oder über weite Teile des Tages allein sind. Oder Sie leben mit jemandem, der im Notfall selbst keine Hilfe rufen kann.
Reicht der Notrufknopf der Caritas bis in den Garten?
Ja, wenn der Garten in Reichweite des Funksenders liegt. Die Caritas im Kreis Gütersloh nennt bis zu 300 Meter vom Basisgerät, die Caritas Meschede etwa 50 Meter. Beides stand so im September 2026 auf den Preisseiten. Für Geräte der Pflegekasse gelten mindestens 30 Meter in Gebäuden und 250 Meter im Freien. Testen Sie die Stellen, die Ihnen wichtig sind.
Kann ich den Caritas Hausnotruf von der Steuer absetzen?
Nein, nicht das Grundangebot, das Sie nur mit der Zentrale verbindet. Das folgt aus dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 15. Februar 2023 (VI R 7/21). Buchen Sie Hilfe vor Ort dazu, etwa eine Rufbereitschaft, kann § 35a EStG in Frage kommen. Das Finanzamt entscheidet im Einzelfall. Absetzen kann nur, wer für den eigenen Haushalt zahlt, und nur den Teil, den die Pflegekasse nicht trägt.
Muss ich bei der Caritas einen Schlüssel hinterlegen?
Nein, nicht überall, aber die Helfer müssen im Notfall in Ihre Wohnung kommen. Die Caritas Meschede verlangt zum Beispiel mindestens drei Verwandte oder Nachbarn mit Haustürschlüssel. Gibt es die nicht, buchen Sie dort den Schlüsselservice dazu. Eine Schlüsselhinterlegung ist ein Extra, das Sie selbst zahlen. Den Betrag muss der Anbieter Ihnen vor der Versorgung nennen.
Kann ich von einem anderen Anbieter zur Caritas wechseln?
Ja, ein Wechsel ist möglich. Die Caritas stellt als neuer Anbieter einen neuen Antrag bei Ihrer Pflegekasse. Für den Teil, den die Pflegekasse zahlt, gibt es keine Kündigungsfrist. Sagen Sie dem alten Anbieter, dass Sie die Versorgung nicht mehr wünschen. Er beendet sie dann und holt das Gerät ab (Hausnotrufvertrag, § 3 Abs. 4). Fristen können nur für Extras gelten, die Sie selbst zahlen. Legen Sie den Tag der Abmeldung auf den Anschlusstermin der Caritas.
Zusammenfassung
Einen bundesweiten Preis für den Caritas Hausnotruf gibt es nicht. In drei Beispielen kostete das Grundangebot im September 2026 zwischen 27 und 35 Euro im Monat. Mit Pflegegrad zahlt die Pflegekasse dem Anbieter 27,00 Euro netto je Monat. Je nach Ort zahlen Sie dann nichts oder einen Eigenanteil dazu. Den Anspruch gibt es auch, wenn Sie mit jemandem zusammenleben, der im Notfall selbst keine Hilfe rufen kann. Wählen Sie im Antrag das Angebot ohne Mehrkosten, sind Anschlussgebühren ausgeschlossen. Hilfe vor Ort und Schlüsselhinterlegung kosten extra. Den Teil, den die Pflegekasse zahlt, beenden Sie ohne Kündigungsfrist. Laufzeit und Frist für Extras sowie die Reichweite lassen Sie sich vor der Unterschrift schriftlich geben.
Stand: 26. September 2026. Alle Beträge und Regeln haben wir an den genannten Quellen geprüft. Die Preise unterscheiden sich von Verband zu Verband und können sich ändern. Maßgeblich ist das Angebot, das Sie schriftlich bekommen. Dieser Ratgeber ersetzt keine Beratung durch Ihre Pflegekasse.