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Pflegekompass
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Welche Wohnraumanpassungen zahlt die Pflegekasse?

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Pflegekompass-LeserEingereichte Frage

Gefragt 21. Juni 2026 um 04:15

Welche Beispiele gibt es für Wohnraumanpassungen?

1 Antwort

Daniel Lepper
Daniel LepperExperte

Pflegefachkraft außerklinische Intensivpflege

Geantwortet vor 4 Std.

Die Pflegekasse bezuschusst nach § 40 Abs. 4 SGB XI wohnumfeldverbessernde Maßnahmen mit bis zu 4.180 € pro Maßnahme, ab Pflegegrad 1. Antrag immer vor Auftragsvergabe stellen — sonst gibt es nichts erstattet. Klassische Beispiele aus der Praxis: - Bodengleiche Dusche statt Badewanne, rutschfeste Fliesen, Haltegriffe und Duschsitz - Treppenlift oder Plattformlift bei mehrgeschossigen Häusern - Rampe statt Eingangsstufen, automatische Türöffner - Türverbreiterung für Rollator oder Rollstuhl (mindestens 80 cm) - Schwellenabbau in Wohnung und auf Balkon/Terrasse - Pflegebett-gerechtes Schlafzimmer (Steckdosen umlegen, Platz schaffen, Beleuchtung) - Höhenverstellbare Küche oder unterfahrbare Spüle bei Rollstuhlnutzung - WC-Erhöhung, Stützgriffe, einhebelbedienbare Armaturen - Smart-Home-Elemente mit Pflegebezug (Notrufschalter, Herdabschaltung, Sturzsensorik) Wichtig ist die Abgrenzung: Es muss konkret die Pflege erleichtern oder selbstständigeres Leben ermöglichen, nicht reine Modernisierung. Ein Kostenvoranschlag plus kurze Begründung, warum die Maßnahme pflegerelevant ist, reicht der Kasse meist aus. Bei mehreren Pflegebedürftigen im Haushalt (z. B. Ehepaar mit zwei Pflegegraden oder Wohngruppe) lassen sich die Zuschüsse addieren — bis zu 16.720 € pro gemeinsamer Maßnahme. Verändert sich die Pflegesituation später wesentlich (z. B. neuer Rollstuhl, höherer Pflegegrad), kann derselbe Topf erneut beantragt werden. Die Wohnberatungsstellen der Kommunen geben kostenlos technische Empfehlungen vor dem Antrag — sehr hilfreich, weil sie auch Handwerker mit Pflege-Erfahrung kennen.
Examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger mit 15+ Jahren Erfahrung in der Intensiv- und häuslichen Pflege.Zum Profil
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