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Pflegekompass
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Und was kann man machen, wenn man ein Renter ist, der alleinlebt und bei dem die Familie nicht in der nahen Umgebung wohnt, um Hilfe in der Haushal

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Pflegekompass-LeserEingereichte Frage

Gefragt 04. Juni 2026 um 04:15

Und was kann man machen, wenn man ein Renter ist, der alleinlebt und bei dem die Familie nicht in der nahen Umgebung wohnt, um Hilfe in der Haushaltsführung zu bekommen?

1 Antwort

Daniel Lepper
Daniel LepperExperte

Pflegefachkraft außerklinische Intensivpflege

Geantwortet vor 1 Tag

Auch ohne Pflegegrad und ohne Familie vor Ort gibt es mehrere Wege, sich Unterstützung im Haushalt zu organisieren. Der erste sinnvolle Schritt ist ein Antrag auf Pflegegrad bei der Pflegekasse — formlos per Telefon oder Brief reicht. Schon ab Pflegegrad 1 stehen 131 € Entlastungsbetrag pro Monat zur Verfügung, die zweckgebunden für Alltagshilfe, Einkäufe, Putzhilfe oder Begleitdienste durch anerkannte Anbieter verwendet werden können. Dazu kommen 42 € monatlich für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (Pflegebox) und bis zu 25,50 € Zuschuss für einen Hausnotruf — gerade beim Alleinleben sehr zu empfehlen, weil im Sturzfall jemand erreichbar ist. Bei Pflegegrad 2 oder höher kommt zusätzlich ein ambulanter Pflegedienst ins Spiel, der über Sachleistungen abgerechnet wird — viele Dienste übernehmen auch hauswirtschaftliche Unterstützung. Unabhängig vom Pflegegrad lohnen sich diese Anlaufstellen: - Pflegestützpunkt vor Ort (in jedem Landkreis): vermittelt Haushaltshilfen, Essen auf Rädern, Fahrdienste, Besuchsdienste - Sozialamt: bei kleiner Rente kann "Hilfe zur Weiterführung des Haushalts" nach § 70 SGB XII beantragt werden - Wohlfahrtsverbände (Caritas, Diakonie, AWO, DRK): Nachbarschaftsdienste und ehrenamtliche Begleitung - Seniorenbüros der Kommune: oft kostenlose Vermittlung von Alltagshelfern Wenn die Wohnung Stolperfallen hat, lohnt sich ein Blick auf den Wohnumfeld-Zuschuss von bis zu 4.180 € pro Maßnahme (Haltegriffe, bodengleiche Dusche) — setzt allerdings einen Pflegegrad voraus. Erster konkreter Schritt: Pflegegrad-Antrag stellen und beim örtlichen Pflegestützpunkt anrufen — die kennen die regionalen Angebote am besten.
Examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger mit 15+ Jahren Erfahrung in der Intensiv- und häuslichen Pflege.Zum Profil
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