Zum Hauptinhalt springen
Pflegekompass
AllgemeinEingereichte Frage
0 Ansichten

Welche ADHS-Subtypen gibt es nach DSM-5?

P
Pflegekompass-LeserEingereichte Frage

Gefragt 20. Juli 2026 um 04:15

Welche vier Stufen von ADHS gibt es? Das DSM-5 beschreibt drei ADHS-Subtypen: den vorwiegend unaufmerksamen, den hyperaktiv-impulsiven und den kombinierten Subtyp . Die Symptome der einzelnen Subtypen sind unten zusammengefasst. Die betreffende Person erfüllt die Kriterien sowohl für den unaufmerksamen als auch für den hyperaktiv-impulsiven ADHS-Subtyp.

1 Antwort

Daniel Lepper
Daniel LepperExperte

Pflegefachkraft außerklinische Intensivpflege

Geantwortet vor 21 Std.

Das DSM-5 kennt keine vier Stufen, sondern drei Erscheinungsbilder (Präsentationsformen) von ADHS: 1. Vorwiegend unaufmerksamer Typ — Konzentrationsprobleme, Ablenkbarkeit, Vergesslichkeit stehen im Vordergrund. Hyperaktivität fehlt oder ist gering ausgeprägt. 2. Vorwiegend hyperaktiv-impulsiver Typ — innere Unruhe, Impulsivität und Bewegungsdrang dominieren. Aufmerksamkeitsdefizite treten in den Hintergrund. 3. Kombinierter Typ — beide Symptomcluster erfüllen gleichzeitig die diagnostischen Kriterien. Häufigste Form bei Kindern und Jugendlichen. Zusätzlich unterscheidet das DSM-5 nach Schweregrad: leicht, mittel, schwer. Daraus entsteht vermutlich der Eindruck von vier Stufen, wenn Subtypen und Schweregrade in populären Darstellungen vermischt werden. Für die Pflegeeinstufung nach SGB XI spielen die ADHS-Subtypen selbst keine Rolle. Entscheidend ist der tatsächliche Hilfebedarf im Alltag, den der Medizinische Dienst über die sechs Module erfasst — insbesondere Modul 2 (kognitive und kommunikative Fähigkeiten), Modul 3 (Verhaltensweisen und psychische Problemlagen) und Modul 6 (Alltagsgestaltung und soziale Kontakte). Ein Pflegegrad wegen ADHS ist bei Kindern wie bei Erwachsenen möglich, wenn der Betreuungs- und Unterstützungsbedarf entsprechend hoch ist. Für die Diagnose selbst ist die Kinder- und Jugendpsychiatrie beziehungsweise ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie die richtige Anlaufstelle — nicht die Pflegekasse.
Examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger mit 15+ Jahren Erfahrung in der Intensiv- und häuslichen Pflege.Zum Profil
Teilen:WhatsAppFacebook

Ihre Antwort

Keine Anmeldung nötig

Ähnliche Fragen

Andere haben Folgendes gefragt — vielleicht ist die Antwort auch für Sie hilfreich.