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Pflegekompass
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MDK-Begutachtung und Nervenarzt-Termin am gleichen Tag — was tun?

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Pflegekompass-LeserEingereichte Frage

Gefragt 05. Juni 2026 um 04:15

Es ist sehr interessant und lehrreich, ich muß mir das öfter mal ansehen damit ich etwas behalte. Die Erklärung sind schön ruhig.Ich habe am 30.09 meinen 1.Termin zur Begutachtung bekommen.Die Person Scheint aus der näheren Umgebung zu kommen den es war keine Briefmarke b.z.w. Stempel von der Post drauf. An dem Tag habe ich eigentlich ein Termin beim Nerven Arzt weil ich des öfteren was vergesse. Muß ich den jetzt absagen oder sollte ich den wahrnehmen ?Bin dann sicherlich auch ganz schön geschafft und müde da es an zwischen 11.00 und 14.00 Uhr sein soll. Es ist eine ganz schöne Zeitspanne des angeblichen erscheinens finde ich .Die helfende Nachbarschaft kann ich ja garnicht so lange in Anspruch nehmen weiß garnicht so Recht wie ich mich dann verhalten soll. Können sie mir einen Tipp dafür geben liebe Namensvetterin.

1 Antwort

Tobias Grundmann
Tobias GrundmannExperte

Experte für Pflegerecht

Geantwortet vor 5 Std.

Hallo, den Nervenarzt-Termin würde ich an deiner Stelle verschieben — aber nicht absagen, sondern auf einen baldigen anderen Tag legen. Der Befund vom Neurologen ist für die Begutachtung Gold wert, gerade beim Thema Vergesslichkeit (Modul 2: kognitive Fähigkeiten, Gewichtung 15 %). Wenn du den Arztbrief noch vor dem 30.09. bekommst, leg ihn beim Termin direkt auf den Tisch. Zum Zeitfenster 11–14 Uhr: Das ist leider Standard. Der Gutachter kann den genauen Zeitpunkt selbst nicht zusagen, weil sich Vor-Termine verschieben. Drei praktische Tipps: - Ruf bei der angegebenen Telefonnummer des Gutachters an (steht meist im Ankündigungsschreiben) und frag, ob er dir den Korridor eingrenzen kann — viele tun das auf Nachfrage. - Bitte die Nachbarin oder eine Vertrauensperson, ab 11 Uhr da zu sein und notfalls auch über 14 Uhr hinaus zu bleiben. Eine Begleitperson beim Termin ist ausdrücklich erlaubt und sinnvoll — sie kann ergänzen, was dir im Moment nicht einfällt. - Leg dir vorher schriftlich zurecht, was im Alltag schwerfällt: Anziehen, Waschen, Kochen, Medikamente, Orientierung, nächtliche Unruhe, Stürze. Sonst fällt im Termin selbst die Hälfte unter den Tisch. Dass du am Ende müde sein wirst, ist normal und auch kein Nachteil — im Gegenteil: Stell dich nicht „besser“ dar, als du dich fühlst. Viele Antragsteller reißen sich beim Termin zusammen und werden dadurch zu niedrig eingestuft. Sei ehrlich, auch wenn es unangenehm ist. Wichtig noch: Wenn du zwischen den 6 Modulen Probleme schilderst, mach es konkret mit Beispielen („Ich vergesse, ob ich die Tabletten genommen habe, deshalb hat mir die Nachbarin einen Wochendispenser gestellt“). Das wiegt deutlich mehr als pauschale Sätze. Den Neurologen-Termin tatsächlich auf einen Tag in der Folgewoche zu schieben ist besser, als ihn parallel zum Begutachtungstermin zu stemmen. Ruf in der Praxis an und erklär kurz den Grund — die meisten geben dir zeitnah einen Ersatztermin.
Fachlicher Prüfer für Pflegerecht, Leistungsansprüche und Antragsverfahren nach SGB XI.Zum Profil
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