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Pflegekompass
AllgemeinEingereichte Frage
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Wie sollen pflegende Angehörige das alles noch schaffen?

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Pflegekompass-LeserEingereichte Frage

Gefragt 29. Juni 2026 um 04:15

wie sollen das die angehörigen alles schaffen ??? es werden viele Menschen im Heim landen !!!!! das wird immer schlimmer !!!wohin gehen unsere Milliarden 😡😡😡😡 an plegebedürftigen wird gespart 😡😡😡 und alles win wieder komplizierter !!!!

1 Antwort

Daniel Lepper
Daniel LepperExperte

Pflegefachkraft außerklinische Intensivpflege

Geantwortet vor 12 Std.

Der Frust ist verständlich, und du bist mit dem Gefühl nicht allein. Pflegende Angehörige tragen aktuell den größten Teil der Versorgung in Deutschland — rund 4,8 Millionen Menschen werden zu Hause gepflegt, und die Belastung wächst schneller als die Leistungen. Was tatsächlich an Entlastung möglich ist, wird oft nicht ausgeschöpft. Konkret: - Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege: gemeinsames Jahresbudget von 3.539 € — auch nutzbar, wenn stundenweise jemand einspringt, damit du mal raus kommst. - Entlastungsbetrag 131 €/Monat ab Pflegegrad 1, zweckgebunden für Alltagshilfen, Haushaltshilfe, Betreuungsdienst. - Pflegehilfsmittel zum Verbrauch: 42 €/Monat ab PG 1 (Handschuhe, Desinfektion, Bettschutz). - Hausnotruf: bis 25,50 €/Monat Zuschuss. - Wohnumfeld-Zuschuss bis 4.180 € für Umbauten (Dusche, Treppenlift, Haltegriffe). - Pflegeunterstützungsgeld: bis zu 10 Arbeitstage pro Jahr Lohnersatz, wenn akut etwas ist. - Pflegezeit bzw. Familienpflegezeit für längere Phasen — mit zinslosem BAFzA-Darlehen. Dazu kommen Tagespflege, ambulante Dienste, Pflegekurse für Angehörige (kostenlos über die Kasse, § 45 SGB XI) und Selbsthilfegruppen. Vieles davon kennt kaum jemand, weil die Kassen aktiv selten darauf hinweisen. Wenn du das Gefühl hast, an die Wand zu fahren: Eine kostenlose Pflegeberatung nach § 7a SGB XI kommt auf Wunsch zu dir nach Hause und geht den konkreten Fall durch — welche Leistungen offen sind, was kombinierbar ist, wo Entlastung möglich ist. Das ist kein Wundermittel, aber meist gibt es mehr Spielraum als gedacht. Magst du erzählen, um welchen Pflegegrad und welche Situation es bei euch konkret geht? Dann lässt sich gezielter sagen, wo Luft ist.
Examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger mit 15+ Jahren Erfahrung in der Intensiv- und häuslichen Pflege.Zum Profil
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