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Welche Zuschüsse gibt es für die Wohnumfeldverbesserung?

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Pflegekompass-LeserEingereichte Frage

Gefragt 17. Juli 2026 um 04:15

Welche Zuschüsse gibt es für die Wohnumfeldverbesserung?

1 Antwort

Daniel Lepper
Daniel LepperExperte

Pflegefachkraft außerklinische Intensivpflege

Geantwortet vor 7 Std.

Hallo, der zentrale Zuschuss läuft über § 40 Abs. 4 SGB XI: bis zu 4.180 € pro Maßnahme ab Pflegegrad 1. Voraussetzung ist, dass die Maßnahme die häusliche Pflege ermöglicht, erheblich erleichtert oder eine selbständigere Lebensführung wiederherstellt. Typische Maßnahmen, die die Pflegekassen erfahrungsgemäß bewilligen: - Bodengleiche Dusche, Wannenumbau, Badumbau insgesamt - Treppenlift (Sitzlift, Plattformlift für Rollstuhl) - Rampen, Türverbreiterungen, Schwellenabbau - Haltegriffe, Stützklappgriffe, unterfahrbares Waschbecken - Umbau zur Pflege im Erdgeschoss, ebenerdiger Zugang - Automatische Türöffner bei entsprechender Einschränkung Wichtig zum Verfahren: 1. Antrag VOR Auftragsvergabe bei der Pflegekasse stellen. Zwei bis drei Kostenvoranschläge beilegen, kurze Begründung warum die Maßnahme die Pflege erleichtert. Wer erst umbaut und dann beantragt, bekommt in der Regel nichts. 2. Die Pflegekasse entscheidet meist nach Aktenlage, teils mit MD-Stellungnahme. Bearbeitung dauert 3–6 Wochen. 3. Der Zuschuss wird pro Maßnahme gezahlt — nicht pro Jahr. Ändert sich die Pflegesituation wesentlich (z. B. neuer Pflegegrad, neue Einschränkung), kann für weitere Umbauten ein neuer Antrag gestellt werden. 4. In Wohngruppen bis zu 16.720 € pro Maßnahme, wenn mehrere Anspruchsberechtigte gemeinsam wohnen. Zwei Punkte, die in der Praxis oft übersehen werden: Der Zuschuss ist auch bei Mietwohnungen möglich. Vermieter-Zustimmung schriftlich einholen, sonst gibt es später Ärger beim Rückbau. Wenn die Kosten den Zuschuss übersteigen, prüfen: Steuerliche Absetzbarkeit als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG oder als haushaltsnahe Handwerkerleistung nach § 35a EStG. Das rechnet Tobias oder der Steuerberater genauer durch. Mein Tipp aus der Praxis: Vor dem Antrag mit einer Wohnberatung sprechen — die gibt es kostenlos über die Kommunen, viele Städte haben eigene Wohnberatungsstellen. Die kennen die typischen Formulierungen, mit denen die Kasse zügig bewilligt, und schauen sich die Wohnung vor Ort an.
Examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger mit 15+ Jahren Erfahrung in der Intensiv- und häuslichen Pflege.Zum Profil
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