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Pflegekompass
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Sollten Pflegebedürftige mehr Geld für Pflege und Soziales bekommen?

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Pflegekompass-LeserEingereichte Frage

Gefragt 16. Juli 2026 um 04:15

Liebe Mitmenschen , Jeder Der das Kann sollte viel Wiederstandskraft bekommen . Und wenn möglich was Positives im Leben machen . Leider muss mann sehr Stark in diese Welt sein . Aber wer weiß wozu das gut ist ? Ich finde das Allen ( Pflegebedürftigen ) mehr Geld für Pflege oder Soziales da sein muss .

1 Antwort

Daniel Lepper
Daniel LepperExperte

Pflegefachkraft außerklinische Intensivpflege

Geantwortet vor 5 Std.

Der Wunsch nach mehr Mitteln für die Pflege ist berechtigt und wird von vielen Betroffenen geteilt. Faktisch ist die Lage 2026 angespannt: Pflegegeld und Sachleistungen wurden zuletzt zum 01.01.2025 um 4,5 Prozent angehoben, gleichzeitig ist der Beitragssatz zur Pflegeversicherung auf 3,6 Prozent gestiegen. Der Bundesrechnungshof und mehrere Sozialverbände (VdK, SoVD, Caritas) fordern eine strukturelle Reform, die auch die Eigenanteile im Heim deckelt. Was man selbst tun kann, um die vorhandenen Leistungen voll auszuschöpfen: - Pflegegrad prüfen lassen und bei Verschlechterung Höherstufung beantragen - Entlastungsbetrag (131 Euro/Monat ab PG 1) nicht verfallen lassen — Ansparung bis 30.06. des Folgejahres möglich - Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege im gemeinsamen Jahresbudget (3.539 Euro) nutzen - Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (42 Euro/Monat) über die Pflegebox abrufen - Wohnumfeld-Zuschuss bis 4.180 Euro pro Maßnahme für Umbauten beantragen Wer politisch etwas bewegen möchte, kann sich bei Betroffenenverbänden engagieren oder Petitionen unterstützen — der VdK hat aktuell mehrere Kampagnen zur Pflegereform laufen. Und die persönliche Widerstandskraft: Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige gibt es in fast jeder Kreisstadt, Adressen über die Pflegestützpunkte. Auch das Pflegetelefon des BMFSFJ (030 20179131) ist kostenfrei und werktags erreichbar. Wer das Gefühl hat, an die eigene Grenze zu kommen, sollte früh Entlastung suchen — nicht erst, wenn es nicht mehr geht.
Examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger mit 15+ Jahren Erfahrung in der Intensiv- und häuslichen Pflege.Zum Profil
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