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Wie nah Sie dem nächsten Pflegegrad sind.

Wählen Sie den heutigen Pflege­grad und schätzen Sie die Punkte. Der Rechner zeigt, wie viele Punkte bis zum nächsten Pflege­grad fehlen und wie viel mehr Pflege­geld das bedeutet.

Ohne Anmeldung. Das Ergebnis ist eine Einschätzung, keine Entscheidung der Pflegekasse.

Fachlich geprüft von Tobias Grundmann, Experte für Pflegerecht
Aktu­a­li­siert am 23.09.2026
Welcher Pflege­grad ist heute anerkannt?
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Eine grobe Schätzung von 0 bis 100. Je weniger die Person im Alltag selbst schafft, desto mehr Punkte. Die echten Punkte ermittelt der Medizinische Dienst (MD) bei der Begutachtung. Eine erste Schätzung gibt der Pflegegrad-Rechner.

Gut zu wissenEin Pflegetagebuch über ein bis zwei Wochen macht sichtbar, wie viel Hilfe im Alltag nötig ist. Es ist die beste Vorbereitung auf die Begutachtung. Vorlage für das Pflegetagebuch
Noch 20 Punkte bis Pflege­grad 4

+201 € Pflegegeld im Monat

Ihre geschätzten Punkte50
Schwelle für Pflege­grad 4ab 70 Punkten
Pflege­geld heute, Pflege­grad 3599 €
Pflege­geld bei Pflege­grad 4800 €
Mehr Pflege­geld im Jahr+2.412 €
Mehr Pflege­sach­leistung im Monat+362 €

Nach Ihrer Schätzung fehlen noch 20 Punkte. Ein Pflegetagebuch über ein bis zwei Wochen zeigt, wie viel Hilfe im Alltag nötig ist. Wird der Bedarf größer, können Sie jederzeit eine Höherstufung beantragen. Das ist eine Orientierung, kein Bescheid.

Ihre Punkte im Verhältnis zur Schwelle: 71 %
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Rechtsgrundlage§ 15 SGB XI (Punkte und Pflegegrade), § 37 SGB XI (Pflegegeld) und § 36 SGB XI (Pflegesachleistung), Stand 2026. Den Pflegegrad legt allein die Pflegekasse nach der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD) fest.

Was Sie über die Höherstufung wissen sollten.

Wie funk­tio­niert das Punk­te­system?

Seit 2017 ergibt sich der Pflegegrad nicht mehr aus Pflegeminuten, sondern aus einer Begutachtung nach § 15 SGB XI. Entscheidend ist, wie selbstständig eine Person ihren Alltag noch bewältigt. Der Medizinische Dienst (MD) vergibt dafür Punkte in sechs Bereichen. Gewichtet ergeben sie höchstens 100 Punkte.

Je weniger jemand selbst schafft, desto mehr Punkte gibt es und desto höher ist der Pflegegrad. Auf diesen Schwellen beruht die Einschätzung des Rechners oben.

Die sechs Module der Begut­ach­tung

Die Module zählen unterschiedlich stark. Die Selbstversorgung hat mit 40 Prozent das größte Gewicht.

  • Mobilität: Fortbewegung, Aufstehen, Treppensteigen. Gewicht 10 Prozent.
  • Geistige Fähigkeiten und Verständigung: Orientierung, Erinnern, Entscheiden.
  • Verhalten und seelische Probleme: Unruhe, Ängste, Aggression. Von diesem und dem vorigen Modul zählt nur der höhere Wert, mit 15 Prozent.
  • Selbstversorgung: Körperpflege, Essen und Trinken, Toilette. Gewicht 40 Prozent.
  • Umgang mit Krankheit und Therapie: Medikamente, Arztbesuche, Verbände. Gewicht 20 Prozent.
  • Alltag und soziale Kontakte: Tagesablauf, Beschäftigung, Kontakte. Gewicht 15 Prozent.

Welche Fragen der Gutachter in jedem Modul stellt, erklärt der Ratgeber Module der Begutachtung.

Die Punkte-Schwellen je Pflege­grad

Jeder Pflegegrad beginnt bei einer festen Punktzahl. Wer die Schwelle des nächsthöheren Grades erreicht, hat Aussicht auf eine Höherstufung, wenn der Medizinische Dienst den höheren Bedarf bei der Begutachtung bestätigt.

Pflegegeld bei Pflege durch Angehörige. Quelle: §§ 15 und 37 SGB XI, Stand 2026
Pflege­gradPunkte abPflege­geld im Monat
Pflegegrad 112,5keins
Pflegegrad 227347 €
Pflegegrad 347,5599 €
Pflegegrad 470800 €
Pflegegrad 590990 €

Alle Schwellen mit Beispielen finden Sie in der Pflegegrad-Punkte-Tabelle.

So stellen Sie einen Antrag auf Höher­stu­fung

Wird der Bedarf größer, können Sie jederzeit eine Höherstufung beantragen. Ein formloser Antrag bei der Pflegekasse reicht, schriftlich, am Telefon oder online. Die Pflegekasse beauftragt dann den Medizinischen Dienst (MD) mit einer neuen Begutachtung, bei Privatversicherten Medicproof.

Die Höherstufung gilt ab dem Monat des Antrags, nicht rückwirkend davor. Stellen Sie den Antrag deshalb, sobald der Bedarf gestiegen ist. Tipps dazu gibt der Ratgeber Pflegegrad erhöhen.

Warum ein Pflege­tage­buch hilft

Der Gutachter sieht bei seinem Besuch nur einen Ausschnitt. Ein Pflegetagebuch über ein bis zwei Wochen hält fest, wie viel Hilfe bei Körperpflege, Essen, Bewegung und Betreuung nötig ist. Legen Sie es bei der Begutachtung vor. Eine Vorlage für das Pflegetagebuch finden Sie im Magazin.

Lehnt die Pflegekasse die Höherstufung ab oder stuft sie niedriger ein als erwartet, können Sie widersprechen. Die Frist beträgt einen Monat ab Bekanntgabe des Bescheids (§ 84 SGG). Auch hier ist das Pflegetagebuch Ihr wichtigster Beleg. Wie Sie vorgehen, erklärt der Ratgeber Pflegegrad-Widerspruch.

Häufige Fragen

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: 0345 5646 3043

Wie viele Punkte braucht man für welchen Pflegegrad?
Pflegegrad 1 gibt es ab 12,5 Punkten, Pflegegrad 2 ab 27, Pflegegrad 3 ab 47,5, Pflegegrad 4 ab 70 und Pflegegrad 5 ab 90 von 100 Punkten (§ 15 SGB XI). Bei einem besonderen Bedarf, etwa wenn beide Arme und Beine nicht mehr nutzbar sind, ist Pflegegrad 5 auch darunter möglich.
Wie viele Punkte fehlen für eine Höherstufung?
Das hängt vom heutigen Pflegegrad ab. Maßgeblich ist die Schwelle des nächsthöheren Grades: für Pflegegrad 3 sind es 47,5 Punkte, für Pflegegrad 4 sind es 70 und für Pflegegrad 5 sind es 90. Wie viele Punkte Ihnen nach Ihrer Schätzung fehlen, zeigt der Rechner oben.
Wie viel mehr Geld gibt es bei einer Höherstufung?
Das hängt vom Pflegegrad ab. Von Pflegegrad 3 auf 4 steigt das Pflegegeld von 599 auf 800 Euro im Monat. Das sind 201 Euro mehr, im Jahr 2.412 Euro. Auch die übrigen Leistungen der Pflegekasse steigen, etwa für einen Pflegedienst. Ihren Wert zeigt der Rechner oben.
Wie beantragt man eine Höherstufung des Pflegegrades?
Mit einem formlosen Antrag bei der Pflegekasse, schriftlich, am Telefon oder online. Die Pflegekasse beauftragt dann den Medizinischen Dienst (MD) mit einer neuen Begutachtung, bei Privatversicherten Medicproof. Voraussetzung ist, dass der Bedarf seit der letzten Einstufung gestiegen ist. Führen Sie vorher ein bis zwei Wochen ein Pflegetagebuch.
Welche Rolle spielen der Medizinische Dienst und das Pflegetagebuch?
Der Medizinische Dienst (MD) begutachtet die Person zuhause und vergibt die Punkte, danach entscheidet die Pflegekasse. Der Rechner gibt nur eine grobe Orientierung. Ein Pflegetagebuch zeigt dem Gutachter, wie viel Hilfe im Alltag wirklich nötig ist. Gegen den Bescheid können Sie innerhalb eines Monats ab Bekanntgabe widersprechen.

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