Kurzantwort: Das Pflegegeld beträgt 2026 je nach Pflegegrad 347 bis 990 Euro im Monat (§ 37 Abs. 1 SGB XI). Bei Pflegegrad 1 gibt es kein Pflegegeld, aber bis zu 131 Euro Entlastungsbetrag monatlich (§ 45b SGB XI). Rechnet ein Pflegedienst einen Teil der Sachleistung ab, sinkt das Pflegegeld um genau diesen Anteil (§ 38 SGB XI).
- Pflegegeld 2026: 347 Euro bei Pflegegrad 2, 599 Euro bei Pflegegrad 3, 800 Euro bei Pflegegrad 4, 990 Euro bei Pflegegrad 5, jeweils im Monat (§ 37 Abs. 1 SGB XI, Stand 2026).
- Pflegegrad 1: kein Pflegegeld, aber Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro im Monat (§ 45b SGB XI, Stand 2026).
- Mit Pflegedienst: Bei Pflegegrad 2 und 30 Prozent Sachleistung bleiben 242,90 Euro Pflegegeld (§ 38 SGB XI, Stand 2026).
- Nächste Erhöhung: Die Beträge gelten seit 1. Januar 2025. Die nächste Anpassung sieht § 30 SGB XI zum 1. Januar 2028 vor.
Viele Familien teilen sich die Pflege mit einem Pflegedienst. Dann stellt sich jeden Monat die Frage, wie viel Pflegegeld noch ankommt. Die Höchstbeträge allein beantworten das nicht.
Hier finden Sie alle Beträge 2026 und die vollständige Tabelle zur Kombinationsleistung für jeden Pflegegrad. Dazu kommen die Beträge seit 2017 und der Termin der nächsten Erhöhung.
Wie hoch ist das Pflegegeld 2026 je Pflegegrad?
Das Pflegegeld beträgt 2026 zwischen 347 und 990 Euro im Monat, je nach Pflegegrad (§ 37 Abs. 1 SGB XI). Die Beträge gelten seit 1. Januar 2025 und bleiben 2026 gleich. Das bestätigt die Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums mit Stand 11.12.2025.
Pflegegeld ist die Geldleistung für Menschen mit Pflegebedarf, die ihre Pflege zu Hause selbst sicherstellen (§ 37 SGB XI). Die Kasse überweist es an den Menschen mit Pflegegrad selbst. Er kann es als Anerkennung an die Menschen weitergeben, die ihn pflegen.
Pflegesachleistung ist das Budget für einen zugelassenen Pflegedienst nach § 36 SGB XI. Der Pflegedienst rechnet direkt mit der Pflegekasse ab.
Monatliche Beträge, Stand 2026. Quellen: §§ 36, 37 und 45b SGB XI, BMG-Übersicht vom 11.12.2025| Pflegegrad | Pflegegeld | Pflegesachleistung | Entlastungsbetrag |
|---|
| Pflegegrad 1 | kein Pflegegeld | keine Sachleistung | bis zu 131 € |
| Pflegegrad 2 | 347 € | 796 € | bis zu 131 € |
| Pflegegrad 3 | 599 € | 1.497 € | bis zu 131 € |
| Pflegegrad 4 | 800 € | 1.859 € | bis zu 131 € |
| Pflegegrad 5 | 990 € | 2.299 € | bis zu 131 € |
Bei Pflegegrad 1 zahlt die Pflegekasse kein Pflegegeld und keine Sachleistung. Der Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro im Monat steht dort trotzdem zur Verfügung (§ 45b SGB XI, Stand 2026). Was der Pflegedienst bei jedem Pflegegrad übernimmt, erklärt der Ratgeber Pflegesachleistungen 2026.
Privat Pflegeversicherte bekommen Leistungen, die nach Art und Umfang gleichwertig sind (§ 23 Abs. 1 SGB XI). Wer Beihilfe bekommt, erhält die Beträge nur anteilig. In der sozialen Pflegeversicherung ist das die Hälfte, den Rest regeln die Beihilfevorschriften (§ 28 Abs. 2 SGB XI). Privat Versicherte mit Beihilfe versichern nur den Anteil, den die Beihilfe nicht trägt (§ 23 Abs. 3 SGB XI).
Wie viel Pflegegeld bleibt bei der Kombinationsleistung?
Vom Pflegegeld bleibt genau der Prozentsatz, den der Pflegedienst von der Sachleistung nicht verbraucht (§ 38 SGB XI). Nutzt der Pflegedienst 30 Prozent, bleiben 70 Prozent des Pflegegelds.
Die Kombinationsleistung, oft kurz Kombileistung genannt, ist die Verbindung von Pflegegeld und Pflegesachleistung im selben Monat. Sie gilt ab Pflegegrad 2 bei Pflege zu Hause.
Die Pflegekasse rechnet in zwei Schritten. Sie teilt den Betrag des Pflegedienstes durch die volle Sachleistung und rundet auf zwei Nachkommastellen. Um diesen Anteil kürzt sie dann das Pflegegeld. So steht es im Gemeinsamen Rundschreiben der Pflegekassen zu § 38 SGB XI, Stand 02.04.2026.
Die folgende Tabelle zeigt Pflegegrad 2 in Schritten von 10 Prozent. Grundlage sind 796 Euro Sachleistung und 347 Euro Pflegegeld im Monat (§§ 36, 37 SGB XI, Stand 2026).
Kombinationsleistung bei Pflegegrad 2 je Monat, Stand 2026. Gerechnet nach § 38 SGB XI und dem GKV-Rundschreiben vom 02.04.2026| Anteil Sachleistung | Pflegedienst rechnet ab | Pflegegeld bleibt |
|---|
| 0 % | 0,00 € | 347,00 € |
| 10 % | 79,60 € | 312,30 € |
| 20 % | 159,20 € | 277,60 € |
| 30 % | 238,80 € | 242,90 € |
| 40 % | 318,40 € | 208,20 € |
| 50 % | 398,00 € | 173,50 € |
| 60 % | 477,60 € | 138,80 € |
| 70 % | 557,20 € | 104,10 € |
| 80 % | 636,80 € | 69,40 € |
| 90 % | 716,40 € | 34,70 € |
| 100 % | 796,00 € | 0,00 € |
Ein Beispiel aus der Tabelle: Rechnet der Pflegedienst 30 Prozent ab, sind das 238,80 Euro. Dann bleiben 70 Prozent des Pflegegelds, also 242,90 Euro (Stand 2026).
Für die Pflegegrade 3 bis 5 wählen Sie den Grad im folgenden Rechner. Den Betrag aus Ihrer Abrechnung können Sie dort ebenfalls eintragen.
Für jeden Pflegegrad gilt dieselbe Regel. Genutzte Sachleistung und verbleibendes Pflegegeld ergeben zusammen immer 100 Prozent. Die Übersicht zeigt das verbleibende Pflegegeld für alle Pflegegrade.
Verbleibendes Pflegegeld im Monat je Anteil der genutzten Sachleistung, Stand 2026. Grundlage: §§ 36 bis 38 SGB XI, GKV-Rundschreiben vom 02.04.2026| Anteil Sachleistung | Pflegegrad 2 | Pflegegrad 3 | Pflegegrad 4 | Pflegegrad 5 |
|---|
| 0 % | 347,00 € | 599,00 € | 800,00 € | 990,00 € |
| 10 % | 312,30 € | 539,10 € | 720,00 € | 891,00 € |
| 20 % | 277,60 € | 479,20 € | 640,00 € | 792,00 € |
| 30 % | 242,90 € | 419,30 € | 560,00 € | 693,00 € |
| 40 % | 208,20 € | 359,40 € | 480,00 € | 594,00 € |
| 50 % | 173,50 € | 299,50 € | 400,00 € | 495,00 € |
| 60 % | 138,80 € | 239,60 € | 320,00 € | 396,00 € |
| 70 % | 104,10 € | 179,70 € | 240,00 € | 297,00 € |
| 80 % | 69,40 € | 119,80 € | 160,00 € | 198,00 € |
| 90 % | 34,70 € | 59,90 € | 80,00 € | 99,00 € |
| 100 % | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € |
Worauf kommt es bei der Kombinationsleistung an?
Es kommt auf den genauen Betrag an, den der Pflegedienst im Monat mit der Pflegekasse abrechnet. Selten ist das ein runder Prozentwert.
Ein Beispiel aus dem Rundschreiben: Bei Pflegegrad 3 rechnet der Pflegedienst 1.150 Euro von 1.497 Euro ab. Das sind 76,82 Prozent der Sachleistung. Es bleiben 23,18 Prozent des Pflegegelds, also 138,85 Euro (Stand 2026).
- Grundpflege der Krankenkasse zählt mit: Neben der Sachleistung zählen Grundpflege und Hauswirtschaft der Krankenkasse mit (§ 37 Abs. 1 SGB V). So steht es im Rundschreiben zu § 38, Ziffer 3.
- Umwandlung: Höchstens 40 Prozent der Sachleistung dürfen Sie in Angebote zur Unterstützung im Alltag umwandeln (§ 45a Abs. 4 SGB XI). Dieser Betrag zählt ebenfalls wie Sachleistung und kürzt das Pflegegeld.
- Behandlungspflege zählt nicht: Behandlungspflege der Krankenkasse nach § 37 Abs. 2 SGB V kürzt das Pflegegeld nicht. Dazu gehören etwa Medikamentengabe oder Verbandswechsel.
- Rechnung über dem Budget: Liegt die Rechnung über der Sachleistung, bleibt in diesem Monat kein Pflegegeld. Den Rest stellt der Pflegedienst privat in Rechnung, höchstens zur vereinbarten Vergütung (§ 120 Abs. 4 SGB XI). Der Entlastungsbetrag kann einen Teil decken (§ 45b Abs. 1 SGB XI). Bei Pflegegrad 2 bis 5 gilt das aber nicht für die Selbstversorgung wie Körperpflege oder Essen.
- Mehrere Pflegedienste: Arbeiten zwei Pflegedienste mit, zählt die Summe beider Abrechnungen.
- Bindung: An die gewählte Aufteilung sind Sie 6 Monate gebunden (§ 38 Satz 3 SGB XI). Ändert sich die Pflegesituation wesentlich, ist ein früherer Wechsel möglich. Die Bindung gilt nicht, wenn Sie ganz zum Pflegegeld oder ganz zur Sachleistung wechseln.
- Monatliche Berechnung: Wissen Sie den Umfang vorher nicht, beantragen Sie bei der Pflegekasse die monatliche Berechnung im Nachhinein. Das anteilige Pflegegeld kommt dann nach der Abrechnung des Pflegedienstes (Rundschreiben zu § 38, Ziffer 2).
- Pflegedienst fällt aus: Rechnet der Pflegedienst bei monatlicher Berechnung in einem Monat nichts ab, zahlt die Kasse das volle Pflegegeld.
- Tagespflege: Tages- und Nachtpflege kürzen das Pflegegeld nicht (§ 41 Abs. 3 SGB XI). Dafür gibt es ein eigenes Budget.
- Beratungsbesuch: Die Pflicht zum Beratungsbesuch gilt bei reinem Pflegegeld (§ 37 Abs. 3 SGB XI). Mit Pflegedienst müssen Sie keinen Beratungsbesuch nachweisen.
- Neuer Pflegegrad: Ändert sich der Pflegegrad, rechnet die Kasse ab dem Zeitpunkt im Bescheid mit den neuen Höchstbeträgen.
Auch die Rente der pflegenden Person ist betroffen. Zahlt die Pflegekasse Rentenbeiträge für sie, sinken diese mit Kombileistung auf 85 Prozent der Beiträge bei reinem Pflegegeld. Das gilt unabhängig davon, wie viel der Pflegedienst übernimmt. Bei Pflegegrad 3 sind das 36,55 statt 43 Prozent der Bezugsgröße (§ 166 Abs. 2 SGB VI, Stand 2026). Was das in Rentenpunkten bedeutet, zeigt der Ratgeber Rentenpunkte pro Pflegegrad.
Wie Sie die Aufteilung anmelden und was im Krankenhaus gilt, lesen Sie im Ratgeber Kombinationsleistung 2026.
Wie wurde das Pflegegeld seit 2017 erhöht?
Das Pflegegeld wurde seit 2017 zweimal erhöht: 2024 um 5 Prozent und 2025 um 4,5 Prozent. Von 2017 bis 2023 blieben die Beträge gleich. Bei Pflegegrad 2 stieg es von 316 Euro auf 347 Euro (§ 37 Abs. 1 SGB XI, Stand 2026).
Tabelle: Pflegegeld und Erhöhungen seit 2017, im Monat nach § 37 Abs. 1 SGB XI in der jeweils gültigen Fassung. 2019 und 2020 nach dem Gesetzestext in der Fassung des PSG II| Jahr | Pflegegrad 2 | Pflegegrad 3 | Pflegegrad 4 | Pflegegrad 5 | Quelle |
|---|
| 2017 | 316 € | 545 € | 728 € | 901 € | BMG, Stand 17.02.2017 |
| 2018 | 316 € | 545 € | 728 € | 901 € | BMG, Stand 26.01.2018 |
| 2019 | 316 € | 545 € | 728 € | 901 € | SGB XI, Fassung PSG II |
| 2020 | 316 € | 545 € | 728 € | 901 € | SGB XI, Fassung PSG II |
| 2021 | 316 € | 545 € | 728 € | 901 € | BMG, Stand 05.05.2021 |
| 2022 | 316 € | 545 € | 728 € | 901 € | BMG, Stand Januar 2022 |
| 2023 | 316 € | 545 € | 728 € | 901 € | BMG, Übersicht 2023 |
| 2024 | 332 € | 573 € | 765 € | 947 € | BMG, Übersicht ab 2025 |
| 2025 | 347 € | 599 € | 800 € | 990 € | Bekanntmachung 14.11.2024 |
| 2026 | 347 € | 599 € | 800 € | 990 € | BMG, Stand 11.12.2025 |
Zum 1. Januar 2024 stiegen Pflegegeld und Sachleistung um 5 Prozent. Grundlage war das Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz von 2023. Zum 1. Januar 2025 stiegen alle Leistungsbeträge um 4,5 Prozent. Das regelt § 30 Abs. 1 SGB XI, das Ministerium hat die Beträge am 14.11.2024 bekannt gemacht. 2026 gab es keine Erhöhung.
Tabelle: Pflegesachleistung seit 2017, im Monat nach § 36 SGB XI in der jeweils gültigen Fassung. Quellen je Jahr wie in der Tabelle zum Pflegegeld| Jahr | Pflegegrad 2 | Pflegegrad 3 | Pflegegrad 4 | Pflegegrad 5 |
|---|
| 2017 | 689 € | 1.298 € | 1.612 € | 1.995 € |
| 2018 | 689 € | 1.298 € | 1.612 € | 1.995 € |
| 2019 | 689 € | 1.298 € | 1.612 € | 1.995 € |
| 2020 | 689 € | 1.298 € | 1.612 € | 1.995 € |
| 2021 | 689 € | 1.298 € | 1.612 € | 1.995 € |
| 2022 | 724 € | 1.363 € | 1.693 € | 2.095 € |
| 2023 | 724 € | 1.363 € | 1.693 € | 2.095 € |
| 2024 | 761 € | 1.432 € | 1.778 € | 2.200 € |
| 2025 | 796 € | 1.497 € | 1.859 € | 2.299 € |
| 2026 | 796 € | 1.497 € | 1.859 € | 2.299 € |
Die Sachleistung stieg schon zum 1. Januar 2022 um 5 Prozent, das Pflegegeld nicht. Grundlage war das Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung von 2021. Bei Pflegegrad 2 ging die Sachleistung von 689 Euro auf 724 Euro im Monat.
Was wurde aus den Pflegestufen?
Die Pflegestufen gibt es seit dem 1. Januar 2017 nicht mehr, an ihre Stelle traten 5 Pflegegrade. Wer Ende 2016 eine Pflegestufe hatte, wurde ohne neuen Antrag übergeleitet (§ 140 SGB XI).
Ohne eingeschränkte Alltagskompetenz galt: Stufe I wurde Pflegegrad 2, Stufe II wurde Pflegegrad 3, Stufe III wurde Pflegegrad 4. Pflegestufe III mit Härtefall wurde Pflegegrad 5. Bei eingeschränkter Alltagskompetenz, etwa bei Demenz, gab es einen doppelten Sprung. Aus „ohne Pflegestufe“ wurde Pflegegrad 2, aus Stufe I wurde Pflegegrad 3. Aus Stufe II wurde Pflegegrad 4, aus Stufe III wurde Pflegegrad 5.
Die alten Geldbeträge der Pflegestufen gelten seit 2017 nicht mehr. Maßgeblich ist heute nur der Pflegegrad im Bescheid.
Wann steigt das Pflegegeld das nächste Mal?
Die nächste Erhöhung sieht § 30 SGB XI zum 1. Januar 2028 vor. Maßstab ist der Anstieg der Kerninflation in den letzten 3 Kalenderjahren. Die Erhöhung darf nicht höher ausfallen als der Anstieg der Bruttolöhne je Arbeitnehmer. Das Bundesgesundheitsministerium macht die neuen Beträge im Bundesanzeiger bekannt.
Wie hoch die Erhöhung 2028 ausfällt, steht noch nicht fest. Geltende Beträge für 2027 oder 2028 gibt es deshalb noch nicht.
Gut zu wissenFür 2027 gibt es einen Entwurf. Am 5. Juni 2026 hat das Bundesgesundheitsministerium den Referentenentwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes vorgelegt. Danach soll das Pflegegeld ab 1. Januar 2027 in einem Entlastungsbudget aufgehen. Der Entwurf nennt im Monat 386 Euro bei Pflegegrad 2 und 638 Euro bei Pflegegrad 3. Für Pflegegrad 4 sind 889 Euro vorgesehen, für Pflegegrad 5 sind es 1.079 Euro (Referentenentwurf vom 05.06.2026). Beschlossen ist davon bislang nichts. Stand 26. September 2026: kein Kabinettsbeschluss. Bis ein Gesetz verkündet ist, gelten die Beträge aus diesem Ratgeber. Was der Entwurf sonst vorsieht, erklärt der Ratgeber
Pflegegeld 2027.
Welche Leistungen gibt es 2026 neben dem Pflegegeld?
Neben dem Pflegegeld zahlt die Pflegekasse 2026 eigene Budgets für Entlastung, Hilfsmittel, Tagespflege, Auszeiten und den Umbau der Wohnung. Entlastungsbetrag und Pflegehilfsmittel kürzen das Pflegegeld nicht.
Höchstbeträge, Stand 2026. Quellen: SGB XI und BMG-Übersicht vom 11.12.2025| Leistung | Betrag 2026 | Pflegegrad | Gesetz |
|---|
| Entlastungsbetrag | bis zu 131 € im Monat | 1 bis 5 | § 45b SGB XI |
| Pflegehilfsmittel zum Verbrauch | bis zu 42 € im Monat | 1 bis 5 | § 40 Abs. 2 SGB XI |
| Wohnumfeldverbesserung | bis zu 4.180 € je Maßnahme | 1 bis 5 | § 40 Abs. 4 SGB XI |
| Pflegesachleistung | 796 € bis 2.299 € im Monat | 2 bis 5 | § 36 SGB XI |
| Tages- und Nachtpflege | 721 € bis 2.085 € im Monat | 2 bis 5 | § 41 SGB XI |
| Verhinderungs- und Kurzzeitpflege | 3.539 € im Kalenderjahr | 2 bis 5 | § 42a SGB XI |
Unser Angebot: Für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch zahlt die Kasse bis zu 42 Euro monatlich (§ 40 Abs. 2 SGB XI, Stand 2026). Mit der Pflegebox von Pflegekompass kommen Handschuhe, Desinfektion und Bettschutz jeden Monat nach Hause. Den Antrag bei der Pflegekasse stellen wir für Sie. Sie zahlen nichts dazu.
Wann zahlt die Pflegekasse weniger Pflegegeld?
Die Pflegekasse zahlt weniger mit Pflegedienst, bei Kurzzeitpflege, bei Verhinderungspflege ab 8 Stunden am Tag und im Teilmonat.
- Pflegedienst: Das Pflegegeld sinkt um den Anteil der genutzten Sachleistung (§ 38 SGB XI). Die Tabellen oben zeigen die Beträge.
- Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege: Je Leistung zahlt die Kasse bis zu 8 Wochen im Jahr das halbe Pflegegeld (§ 37 Abs. 2 SGB XI). Bei Kombileistung ist es die Hälfte des anteiligen Pflegegelds (§ 38 Satz 4 SGB XI). Am ersten und letzten Tag gibt es den vollen Betrag. Ist die Pflegeperson weniger als 8 Stunden am Tag verhindert, kürzt die Kasse bei Verhinderungspflege nicht.
- Teilmonat: Besteht der Anspruch nicht den ganzen Monat, rechnet die Kasse mit 30 Tagen (§ 37 Abs. 2 SGB XI). Für 15 Tage bei Pflegegrad 2 sind das 173,50 Euro (Stand 2026). Bei Kombileistung bleibt die volle Sachleistung der Maßstab für den Anteil. Nur das anteilige Pflegegeld rechnet die Kasse nach Tagen durch 30 (Rundschreiben zu § 38, Ziffer 3).
- Krankenhaus und Reha: In den ersten 8 Wochen läuft das Pflegegeld weiter (§ 34 Abs. 2 SGB XI). Danach ruht es.
- Beratung fehlt: Wer die vorgeschriebene Beratung nicht abruft, dem muss die Kasse das Pflegegeld angemessen kürzen. Im Wiederholungsfall entzieht sie es (§ 37 Abs. 6 SGB XI).
- Sterbemonat: Die Kasse zahlt das Pflegegeld bis zum Ende des Sterbemonats (§ 37 Abs. 2 SGB XI).
Ein Beispiel aus dem Rundschreiben zu § 37: Pflegegrad 2, Kurzzeitpflege vom 10. bis 19. September. Für 22 Tage einschließlich An- und Abreisetag gibt es das volle Pflegegeld, zusammen 254,47 Euro. Für die 8 Tage dazwischen kommen 46,27 Euro dazu. Im September sind das 300,74 Euro statt 347 Euro (Stand 2026).
Alle Fälle mit Beispielen erklärt der Ratgeber Pflegegeld-Kürzung.
Wie kommen Sie an das Pflegegeld?
Sie bekommen Pflegegeld nur auf Antrag bei der Pflegekasse (§ 33 Abs. 1 SGB XI). Die Kasse zahlt ab dem Antrag, frühestens ab Eintritt der Pflegebedürftigkeit. Stellen Sie den Antrag erst in einem späteren Monat, zahlt sie ab dem Ersten des Antragsmonats.
Über den Antrag muss die Kasse innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden (§ 18c Abs. 1 SGB XI). Sonst zahlt sie für jede angefangene Woche Verspätung 70 Euro (§ 18c Abs. 5 SGB XI, Stand 2026). Das gilt nicht, wenn sie die Verzögerung nicht zu vertreten hat.
Bei Pflegegrad 4 und 5 können Sie die Beratung auch vierteljährlich nutzen. Bei Pflegegrad 1 haben Sie halbjährlich Anspruch darauf, eine Pflicht besteht dort nicht. Bis 31.03.2027 kann auf Ihren Wunsch jede zweite Beratung per Video stattfinden (§ 37 Abs. 3 SGB XI). Mit Pflegedienst können Sie die Beratung freiwillig halbjährlich nutzen.
Arbeitet ein Pflegedienst mit, kommen vier Schritte dazu:
- Wählen Sie einen Pflegedienst mit Zulassung der Pflegekassen, nur er darf Sachleistung abrechnen (§ 72 Abs. 1 SGB XI).
- Schließen Sie mit dem Pflegedienst einen Pflegevertrag, darin stehen die Leistungen und ihre Preise (§ 120 SGB XI).
- Teilen Sie der Pflegekasse mit, dass Sie Pflegegeld und Sachleistung kombinieren. Bei schwankendem Einsatz beantragen Sie die monatliche Berechnung im Nachhinein.
- Prüfen Sie jeden Monat den Leistungsnachweis des Pflegedienstes, bevor Sie ihn unterschreiben.
Neutrale Hilfe beim Antrag bekommen Sie bei der Pflegeberatung Ihrer Pflegekasse (§ 7a SGB XI). Auch Pflegestützpunkte beraten, wo das Land sie eingerichtet hat (§ 7c SGB XI).
Häufige Fragen zur Pflegegeld-Tabelle
Zusammenfassung
- Das Pflegegeld beträgt 2026 347 bis 990 Euro im Monat (§ 37 SGB XI). Bei Pflegegrad 1 gibt es kein Pflegegeld, aber bis zu 131 Euro Entlastungsbetrag.
- Mit Pflegedienst sinkt das Pflegegeld um den Anteil der genutzten Sachleistung (§ 38 SGB XI). Die Tabellen zeigen alle Pflegegrade in Schritten von 10 Prozent.
- Grundpflege der Krankenkasse und umgewandelte Beträge zählen wie Sachleistung. Behandlungspflege nach § 37 Abs. 2 SGB V zählt nicht.
- Bei Kurzzeit- und Verhinderungspflege gibt es bis zu 8 Wochen im Jahr die Hälfte. Am ersten und letzten Tag zahlt die Kasse voll.
- Seit 2017 wurde das Pflegegeld zweimal erhöht: 2024 um 5 Prozent und 2025 um 4,5 Prozent. Die nächste Anpassung ist zum 1. Januar 2028 vorgesehen.
Quellen und Stand
Alle Angaben geprüft am 26. September 2026. Die Gesetzestexte haben wir am selben Tag abgerufen.
- § 37 SGB XI: Pflegegeld, Teilmonat, Kurzzeit- und Verhinderungspflege, Sterbemonat, Beratung und Kürzung
- § 36 SGB XI: Pflegesachleistung, Beträge Stand 2026
- § 38 SGB XI: Kombination von Geldleistung und Sachleistung, Bindung, hälftiges anteiliges Pflegegeld
- § 33 SGB XI: Antrag und Leistungsbeginn
- § 18c SGB XI: Entscheidung in 25 Arbeitstagen, 70 Euro je angefangener Woche
- § 7a SGB XI und § 7c SGB XI: Pflegeberatung und Pflegestützpunkte
- § 23 SGB XI und § 28 SGB XI: private Pflegeversicherung und Beihilfe
- § 34 SGB XI: Krankenhaus und Reha
- § 30 SGB XI: Anpassung der Beträge 2025 und 2028
- § 39 SGB XI und § 42 SGB XI: Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege
- § 40 SGB XI, § 41 SGB XI, § 42a SGB XI und § 45b SGB XI: Pflegehilfsmittel und Wohnumfeld, Tagespflege, Jahresbetrag, Entlastungsbetrag
- § 45a SGB XI: Umwandlung von bis zu 40 Prozent der Sachleistung
- § 72 SGB XI und § 120 SGB XI: zugelassene Pflegedienste und Pflegevertrag
- § 140 SGB XI: Überleitung der Pflegestufen in Pflegegrade
- § 13 SGB XI: Pflegegeld und andere Sozialleistungen
- § 166 SGB VI: Rentenbeiträge für Pflegepersonen
- § 3 EStG: Nr. 1 Buchst. a und Nr. 36, Steuerfreiheit
- § 39 SGB VIII: Leistungen zum Unterhalt des Kindes in Pflegefamilien
- § 1688 BGB: Befugnisse der Pflegeeltern, auch für Sozialleistungen des Kindes
- § 37 SGB V: häusliche Krankenpflege, Abs. 1 Grundpflege, Abs. 2 Behandlungspflege
- § 84 SGG: Widerspruchsfrist
- Bekanntmachung über die Höhe der Leistungsbeträge nach § 30 SGB XI, vom 14.11.2024, BAnz AT 12.12.2024 B7
- Zweites Pflegestärkungsgesetz (PSG II), BGBl. I 2015 S. 2424: Beträge ab 2017, Pflegegeld unverändert bis 2023
- Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG), BGBl. I 2021 S. 2754, und BMG: Neuregelungen im Bereich Gesundheit und Pflege, vom 07.12.2021: Sachleistung plus 5 Prozent zum 01.01.2022
- Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz (PUEG), BGBl. 2023 I Nr. 155, und BMG: Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz: Erhöhung um 5 Prozent zum 01.01.2024, abgerufen am 26.09.2026
- GKV-Spitzenverband und Verbände der Pflegekassen: Gemeinsames Rundschreiben zu den leistungsrechtlichen Vorschriften des SGB XI, Stand 02.04.2026, Erläuterungen zu §§ 34, 37, 38, 39 und 45a SGB XI, S. 204 f., 230, 238 bis 248, 257 und 415
- BMG: Leistungsansprüche der Versicherten im Jahr 2026, Stand 11.12.2025
- BMG: Leistungsbeträge ab 1. Januar 2025, mit Spalte „bis 31.12.2024“
- BMG: Übersicht Leistungsbeträge 2023, ohne Standdatum
- BMG: Pflegeleistungen zum Nachschlagen, Stand Januar 2022
- BMG: Leistungsübersicht 2021, Stand 05.05.2021
- BMG: Leistungsbeträge 2018, Stand 26.01.2018
- BMG: Leistungsbeträge 2017, Stand 17.02.2017
- BMG: Pflegeneuordnungsgesetz, Referentenentwurf vom 05.06.2026 mit den Beträgen für 2027, nicht beschlossen, Stand 26.09.2026 kein Kabinettsbeschluss, abgerufen am 26.09.2026
So ist dieser Ratgeber entstandenDie Redaktion von Pflegekompass hat diesen Ratgeber mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft. Alle Beträge und Regeln stammen aus dem Gesetz, dem Rundschreiben der Pflegekassen und von offiziellen Stellen. Die Beispiele im Text sind Rechenbeispiele und keine Geschichten echter Familien. Eine fachliche Prüfung durch eine Pflegefachkraft hat nicht stattgefunden. Der Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung, über den Anspruch entscheidet die Pflegekasse. Stand 26.09.2026.