
Pflegende Mitarbeiter: das unterschätzte Risiko
Pflege in der Familie trifft Ihre Belegschaft leise. Hier lesen Sie, woran Sie es erkennen und was ein stiller Ausfall wirklich kostet.
Mehr zum Thema Pflegende Mitarbeiter
Pflegende MitarbeiterWie viele Ihrer Mitarbeiter pflegen heimlich Angehörige?
Etwa jeder zehnte Beschäftigte pflegt, viele davon im Verborgenen. Die Studienlage, die Dunkelziffer und eine Hochrechnung auf Ihre Belegschaft.
Pflegende MitarbeiterWenn Leistungsträger leise reduzieren: Anzeichen erkennen
Bevor ein Leistungsträger geht, sendet er Signale. Wie Führungskräfte sie früh erkennen, das Gespräch richtig führen und wirksam entlasten.
Pflegende MitarbeiterWas kostet ein pflegender Mitarbeiter wirklich?
Fehltage sind nur die Spitze. Die wahren Kosten entstehen durch Produktivitätsverlust und vor allem durch den Verlust einer eingearbeiteten Fachkraft. Eine Rechnung.
Häufige Fragen
Wie viele Mitarbeiter pflegen typischerweise Angehörige?
Etwa 9 bis 10 Prozent der Erwerbstätigen pflegen parallel einen Angehörigen. In einem Betrieb mit 200 Beschäftigten sind das rund 18 bis 20 Personen. Da viele das Thema verschweigen, liegt die tatsächliche Zahl oft höher, als der Führung bekannt ist.
Was unterscheidet einen Pflege-Concierge von der kostenlosen Pflegeberatung?
Die kostenlose Kassenberatung informiert, was Angehörige tun könnten, lässt die Arbeit aber bei ihnen. Der Pflege-Concierge organisiert den Fall stattdessen selbst: Pflegegrad-Antrag, Reha, Pflegedienst, Kurzzeitpflege, Heimplatz und Hilfsmittel. Dem Mitarbeiter wird die Koordination abgenommen, und er bleibt arbeitsfähig.
Warum bemerken Arbeitgeber das Risiko oft zu spät?
Pflege beginnt meist mit kleinen Hilfen und steigert sich über Monate. Betroffene verschweigen die Belastung aus Scham oder Zeitnot. Sichtbar wird sie zunächst nur indirekt: durch Telefonate in der Arbeitszeit, Erschöpfung und nachlassende Präsenz. Diese Abnutzung wirkt lange unauffällig, während die Leistung Tag für Tag leidet, und fällt der Führung oft erst spät als Muster auf.
Was kostet ein arbeitgeberfinanzierter Pflege-Concierge?
Das Angebot beginnt bei rund 10 Euro pro Mitarbeiter und Monat in der Basisvariante und 15 Euro in der Premiumvariante. Eine optionale betriebliche Pflege-Zusatzversicherung kann als Baustein ergänzt werden. Verglichen mit den Kosten einer Nachbesetzung ist das ein geringer Einsatz.
Ist das Benefit steuerlich begünstigt?
Ja, nach Paragraf 3 Nr. 34a EStG lassen sich solche Leistungen bis zu einem Freibetrag steuerfrei gestalten. Die konkrete steuerliche Behandlung ist im Einzelfall mit dem Steuerberater zu prüfen, da sie von der Ausgestaltung und der individuellen Situation des Unternehmens abhängt.
Ersetzt das Angebot die gesetzliche Pflegeversicherung?
Nein. Der Pflege-Concierge organisiert die Versorgung, ersetzt aber weder die gesetzliche Pflegeversicherung noch die gesetzliche Pflegeberatung nach Paragraf 7a SGB XI. Er kommt zusätzlich obendrauf. Eine betriebliche Pflege-Zusatzversicherung ist ebenfalls nur ein optionaler Ergänzungsbaustein und nie ein Ersatz gesetzlicher Leistungen, sondern eine Aufstockung der ohnehin bestehenden Absicherung.
Sie überlegen, wie Sie Ihre pflegenden Mitarbeiter konkret entlasten?
Im kostenlosen Vorgespräch bekommen Sie ein Rechenbeispiel inklusive Preisen für Ihre Belegschaft. Unverbindlich, in 20 bis 30 Minuten.